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Zehn Tipps für den richtigen Umgang mit dem Hund

Hundeerziehung braucht Zeit und Geduld. Verständnisschwierigkeiten zwischen Mensch und Hund lassen sich nicht von heute auf morgen lösen. Es ist wichtig zu lernen, wie Hunde kommunizieren und welche Bedürfnisse sie haben.
 

Tipp 1: Beobachten, Verständnis und Geduld
Die Basis von allem Vertrauen ist der Respekt vor dem Leben. Durch tägliches Training in Beobachtungsgabe können Sie mit viel Verständnis und Geduld heraus finden, wann Ihr Hund welches Verhalten zeigt. Die Möglichkeit zur Kommunikation wird geschaffen.

Tipp 2: Hundeerziehung beginnt zu Hause
Ein Hund muss zuerst im eigenen Heim ankommen dürfen. Dazu braucht es Zeit und für den Hund die Möglichkeit, alle Räume erkunden und sich orientieren zu können. Langsam, einen nach dem anderen – über Tage verteilt. Geräusche, Personen, Bodenstrukturen, Gerüche und alles, was sonst zum Haushalt gehört muss erst langsam kennen gelernt und eingeordnet sowie positiv abgespeichert werden.

Tipp 3: Ruhezonen
Ein Hund sollte mehrere feste Ruhezonen innerhalb der Wohnung haben, die ihm eine sichere und ruhige Rückzugsmöglichkeit bieten. Vor allem aber sollten Hunde den Zugang zu ihrem Menschen haben, besonders auch nachts. Eine Bindung kann nur entstehen, wenn Menschen wissen, was Hunde brauchen: Körperkontakt, liebevollen Umgang, Anwesenheit, Vertrauen, Sicherheit und viel Ruhe.

Tipp 4: Ressourcen mit Respekt
Bereits Welpen dürfen in ihrer Hundefamilie, genannt Rudel, erbeutete Dinge behalten und niemand macht sie ihnen streitig. Um dem Hund Sicherheit zu geben sollte niemand den Futternapf oder sonstige Ressourcen weg nehmen, die gerade gegeben worden sind. Der unsinnige Rat: «man muss dem Hund alles weg nehmen können» führt hier zur selbst gemachten Futteraggression. Hunde können lernen, etwas wieder her zu geben, kein Thema. Aber jenes Training läuft anders und mit Verstand ab.

Tipp 5: Allein bleiben
Ein Hund sollte sich zuerst eingewöhnen können, egal ob Welpe oder übernommener, älterer Hund. Alleinsein ist artwidrig. Bedeutet, dass der Hund zuerst mit allem Verständnis und liebevoller Anwesenheit Vertrauen in den Menschen aufbauen muss. Erst danach macht ein minutiöses Training Sinn. Ziel darf nicht sein, den Hund für x Stunden alleine zu lassen. Dies würde gegen das Tierschutzgesetz verstossen und geahndet werden. Ziel muss sein, dem Hund die Sicherheit zu vermitteln, dass sein Mensch nach kurzer Abwesenheit wieder kommt. Kauartikel helfen, den Stress abbauen zu können. Ansonsten hilft es auch, wenn man sich eine liebevolle Betreuungsperson sucht, die den Hund im eigenen Heim hüten kann.

Tipp 6: Wie viel Platz brauchen Hunde?
Hunde brauchen keinen Garten, um glücklich zu sein. Hunde brauchen ihren liebevollen Menschen, reichlich Abwechslung für die Geruchswahrnehmung und die Hirnentwicklung, d.h. schnüffeln dürfen und ruhige Spaziergänge, bei denen sie die Umwelt wahrnehmen und einschätzen lernen.

Tipp 7: Spaziergang
Der Mensch sollte durch einen Wechsel aus Trainingsspiel, Freilauf und Sozialkontakten mit Artgenossen den Spaziergang interessant gestalten und dabei selbst verlässlich, souverän und vorausschauend sowie schützend bleiben.

Tipp 8: Beschäftigung
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, seinen Hund unterwegs und zu Hause sinnvoll zu beschäftigen. Je nach Individuum und Jahreszeit sind Suchspiele in verschiedener Form besonders schön. Aufgaben wie Verlorensuche, neue und bekannte Gegenstände unterscheiden, Personen finden etc. bieten fast für jeden Menschen tolle Möglichkeiten, Glanz in die Augen der Fellnasen zu zaubern.

Tipp 9: Irrtum in der Kommunikation
Mit der Übernahme eines Hundes beginnt auch eine besondere Art der Kommunikation. Hunde lesen die menschliche Körpersprache, ohne sie erlernen zu müssen. Sie erkennen unsere Stimmungen an unserer Körperhaltung, Mimik und am Tonfall, aber auch an unserer Ausdünstung. Menschen müssen die Sprache der Hunde erlernen um mit ihnen zu kommunizieren, anstatt sie zu dirigieren. Beispiel: Das Wedeln bedeutet den Ausdruck innerer Erregtheit. Frage: Welche Emotion steht dahinter?

Tipp 10: Hund und Kind
Hunde dürfen mit Kindern niemals alleine gelassen werden. Je nach Alter werden Kinder von Hunden nicht als Menschen angesehen im Sinne der Erwachsenen. Dies bedingt, dass Kinder Respekt vor Hunden lernen und Hunde lernen, dass Kinder kleine Menschen sind. Hunde müssen sich nicht alles gefallen lassen. Hier tragen die Eltern die Verantwortung Kindern beizubringen, wie sie sich gegenüber Hunden zu verhalten haben. In einem Haushalt mit Kindern muss der Hund immer eine Rückzugsmöglichkeit zur freien Verfügung haben, wohin die Kinder ihm nicht folgen können. Hunde am Futternapf sowie ruhende Hunde sind für Kinder absolut tabu. Stellen für Futternapf und Ruheplatz sollen an einem ruhigen Ort im Haus ohne Durchgangsverkehr gewählt werden.

© Ingrid Blum, Dipl. Hundetrainerin nach Turid Rugaas und Dipl. tierpsychologische Beraterin I.E.T., www.hundeschule-fee.ch

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