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Hello Kitty

Sie tragen sich mit dem Gedanken, eine Katze bei sich aufzunehmen? Damit sich Ihr neues Familienmitglied bei Ihnen von Anfang an so richtig wohl fühlt, empfehlen wir Ihnen, sich vorgängig einige Überlegungen zur Anschaffung zu machen und sich in diesem Zusammenhang die zwei wohl wichtigsten Fragen zu stellen: Wie werde ich ein guter Katzenhalter beziehungsweise eine gute Katzenhalterin und bin ich bereit, die nächsten vierzehn bis möglicherweise zwanzig Jahre mit einer Katze zu teilen?
 

Sie möchten also eine Katze. Aber wo erhalten Sie ein passendes Tier? In Tierheimen leben zahlreiche Kätzchen und Katzen, die sich ein liebevolles Zuhause wünschen. Aber auch Tierärzte in Ihrer Region wissen bestimmt, wer Büsis abzugeben hat. Freunde sind ebenfalls zuverlässige Quellen, da Sie bei ihnen auch die Katzenmutter kennenlernen können. Soll es eine reinrassige Katze sein, so nehmen Sie Kontakt mit einem entsprechenden Züchter auf. Wichtig: Nehmen Sie keinesfalls eine Katze aus einer spontanen Laune heraus zu sich nach Hause, bloss, weil Sie ihrem Charme erlegen sind. Beobachten Sie ein Tier immer sehr genau, um sicher zu gehen, dass es fit ist. So erkennen Sie ein gesundes Büsi: Das Näschen fühlt sich samtig und feucht an. Die Augen glänzen und sind klar. Maulhöhle und Zahnfleisch schimmern rosa. Das Fell sollte glänzen und frei von Flöhen sein. Die Beine dürfen keine Lähmungserscheinungen aufweisen, das Schwänzchen keinen Knick oder sonstige Deformationen. Das Bäuchlein schliesslich muss leicht gerundet wirken, aber nicht gebläht, denn dies würde auf Wurmbefall hindeuten. Wichtig: Kätzchen sollten die ersten zehn bis zwölf Wochen bei der Mutter bleiben dürfen.

Damit Ihre Katze ein langes und glückliches Leben führen kann, benötigt sie neben viel Aufmerksamkeit eine ausgewogene Ernährung, regelmässige Körperpflege und tierärztliche Betreuung. Bringen Sie Ihre Katze jährlich zum Impfen und lassen Sie sie rechtzeitig kastrieren, um unerwünschtem Nachwuchs vorzubeugen.

Vorbereitung ist die halbe Miete
Die Ankunft des neuen Familienmitglieds bedarf gewisser Vorbereitungen, was die Grundausstattung betrifft. Dazu gehören zwingend eine Katzentoilette und Streu, am besten auf Vorrat, ein Schlafkorb sowie eine kuschelige Rückzugshöhle, je ein Trink- und Fressnapf, eine Bürste und ein Kamm, genügend Trocken- und Frischfutter, eine Transportbox oder ein Transportkorb, jede Menge Spielzeug sowie ein Kratzbaum, wenn Ihnen Ihre Einrichtung lieb und teuer ist.

Fremdelt Ihre Katze zu Anfang und verkriecht sie sich lieber unter einem Möbelstück oder hinter Vorhängen, so ist das ein ganz natürliches Verhalten. Lassen Sie ihr Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Versuchen Sie keinesfalls, die Katze gewaltsam aus ihrem Versteck zu ziehen, damit erreichen Sie gar nichts, ausser, dass sich das Tier erst recht schwer tut, Vertrauen zu Ihnen und der Umgebung aufzubauen. Reden Sie ihr sanft gut zu und freuen Sie sich selbst über kleinste Annäherungsversuche. Bleibt Ihr neuer Hausgenosse über längere Zeit hinweg stur, was eher die Ausnahme darstellt, empfiehlt sich eine tierärztliche oder tierpsychologische Abklärung.

Wenn das neue Büsi von einem Artgenossen erwartet wird
Katze vs. Katze! Sollten Sie bereits eine oder mehrere Katzen besitzen, lassen Sie im Interesse des Neuankömmlings eine gewisse Vorsicht walten. Erwachsene Büsi schätzen es nicht besonders, wenn ein Artgenosse in ihr Revier eindringt, und versuchen dieses bisweilen sehr unsanft zu verteidigen. Füttern Sie die Tiere anfangs getrennt und seien Sie bei jeder Begegnung stets wachsam. Eine erwachsene Katze ist eher bereit, ein kleines Kätzchen zu akzeptieren als einen ausgewachsenen «Eindringling». So oder so: Lassen Sie den Katzen Zeit, forcieren Sie keine Begegnungen – die Tiere finden nach einer gewissen Zeit meistens zueinander. Wenn nicht, müssen Sie leider Konsequenzen ziehen und sich für das eine oder andere Tier entscheiden.

Mischling oder Rassekatze?
Für welche Art Katze Sie sich entscheiden, ist grösstenteils Geschmackssache. Bedenken Sie einfach, dass eine Langhaarkatze mehr Fellpflege als eine Kurzhaarkatze benötigt und dass gewisse Rassekatzen sehr schnell eingeschnappt reagieren können, sollte ihnen zu wenig Aufmerksamkeit zuteil werden. Auch verschwinden teure Rassekatzen mit Freilauf nicht selten – sie sind begehrt und landen, ehe Sie sich’s versehen, in einem anderen Haushalt.

Mit etwas Geduld, Aufmerksamkeit, Liebe und dem Beachten gewisser Haltungsempfehlungen steht einem erfüllenden Zusammenleben nichts mehr im Wege. In diesem Sinne: willkommen Katze!

Quelle: Welt der Tiere

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