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Von der faszinierenden Vielfalt der Katzenrassen

Die kleinen Verwandten von Raubkatzen bestechen durch eine enorme Vielfalt an Aussehen und Charaktereigenschaften, welche im Grossen und Ganzen auf deren ursprüngliche Herkunftsregion zurückzuführen ist. So kommen Katzen aus kalten Gegenden stämmiger daher, tragen langes Fell und sind generell sehr robust. Wohingegen Tiere aus wärmeren Regionen eher schlanker gebaut sind und über kurzes Haar verfügen.

Katzenrassen

Unterschiedlichste Verbände anerkennen rund hundert verschiedene Katzenrassen. Massgebend für die nachfolgende Übersicht ist die Fédération Internationale Féline (FIFé). Sie unterscheidet in ihren Richtlinien zwischen Exoten und Persern, Katzen mit halblangem Fell, Katzen mit kurzem Haarkleid und Orientalen.

Perser und Exoten – kuschelige Primadonnen
Perser gehören zu den ältesten Katzenrassen überhaupt. Man nimmt an, dass die langhaarigen Samtpfoten einerseits aus der Türkei nach England, andererseits aus Persien auf das britische Eiland gelangten. Die Verpaarung der beiden
Zweige ergab schliesslich das typische Aussehen, wie wir es heute kennen: langes, dichtes Fell, runder Kopf, stumpfe Nase. Kaum eine Rasse wird so sehr bewundert, unter Züchtern gehören Perser zu den Königinnen. Wer sich für den Erwerb eines Persers interessiert, sollte sich im Klaren sein, dass die Fellpflege viel Zeit in Anspruch nimmt. Die tägliche Pflege ist unumgänglich, sonst drohen Verfilzung und Hautprobleme. Wem das zu mühsam ist, dem bietet sich als veritable Alternative die Exotic Shorthair an. Die Kurzhaarvariante des Persers benötigt zwar auch regelmässige Fellpflege, aber eine weitaus weniger intensive. Exotic Shorthair sind eine Kreuzung zwischen Persern und American Shorthairs, eine in den 50er Jahren in den Vereinigten Staaten von Züchterhand geschaffene Rasse. Sowohl Perser wie Exotic Shorthair gelten als sehr anschmiegsam und charmant.

Zu dieser Kategorie zählen Perser und Exotic Shorthair.

Katzen mit halblangem Fell – hoch im Kurs
Halblanghaarkatzen erlebten während des letzten Jahrzehnts sowohl bei Züchtern wie bei Katzenhaltern eine regelrechte Hochkonjunktur. Vor allem die Maine Coon sowie die Norwegische Waldkatze liegen in Europa voll im Trend. Was die Fellpflege betrifft, hält sich der Aufwand in Grenzen. Ein- bis zweimal bürsten pro Woche reicht in der Regel aus. Wer seine Katze ausstellen möchte, benötigt selbstredend einiges an Mehraufwand. Halblanghaarkatzen gelten als recht robust und äusserst neugierig. Sie lieben es herumzustreunen, garstiges Wetter macht diesen prächtigen Vertretern der schnurrenden Klasse nichts aus. Im Gegenteil. Ihr Fell ist geradezu prädestiniert für Freiluftabenteuer. Hunde und andere Katzen werden normalerweise toleriert, auch mit Kindern kommen die wuscheligen Draufgänger gut klar. Dieser Katzentyp eignet sich bestens als Familienmitglied.

Zu dieser Kategorie zählen American Curl Longhair/Shorthair, Maine Coon, Neva Masquerade, Norwegische Waldkatze, Ragdoll, Heilige Birma,
Sibirer, Türkisch Angora, Türkisch Van.

Kurzhaarkatzen und Somali – pflegeleichte Schönheiten
Das Fell der Kurzhaarkatze besteht aus dichtem Leithaar und dichter Unterwolle. Der Grund: Je weiter sich Katzen aus dem angestammten Ägypten in die kühleren Klimazonen Zentralasiens und Nordeuropas vorwagten, desto härter gestaltete sich die natürliche Auslese. Nur «Kämpfer» mit dichtem, vor Nässe und Kälte schützendem Fell  und eher gedrungenem, kompaktem Körperbau überlebten. Diese Katzen prägten denn auch die Entwicklung zu den britischen und europäischen Kurzhaarrassen. In wärmeren Klimazonen hingegen entwickelte sich ein mehrheitlich schlanker Katzentyp mit dünnem Deckhaar und teils gar keiner Unterwolle. Zu viel Körperwärme kann dadurch leichter nach aussen dringen. Die Verschiedenheiten der als Kurzhaarkatze geltenden Rassen sind enorm. Die Somalis beispielsweise haben trotz der Zugehörigkeit zu ihrer Gruppe eher halblanges Haar, die für viele eher befremdend wirkende Sphynx hat praktisch überhaupt kein Haar, nur einen feinen Flaum, die Kurilischen, die Manx sowie die Japanese Bobtail verfügen über mehr oder weniger gar keinen Schwanz. Bei den Rex-Vertretern sind es Wellen und Locken, die viele Katzenliebhaber so anziehend finden. Fazit: Diese Gruppe gehört zur vielfältigsten und spannendsten, welche die FIFé-Einteilung betrifft.

Zu dieser Kategorie zählen Abessinier, Bengal, Britisch Kurzhaar, Burmilla,
Chartreux, Cornish Rex, Cymric, Devon Rex, Don Sphynx, Europäisch Kurzhaar, German Rex, Japanese Bobtail, Kurilisch Bobtail Longhair/Shorthair, Korat, Manx, Ägyptische Mau, Ocicat, Russisch Blau, Snowshoe, Sokoke, Somali, Sphynx.

Fellmuster und Farben

  • Solid (einfarbig), Tabby Patterns (Tabby-Muster), Colour Varieties with white Patterns (Farbvarietäten mit Weiss) und Pointed (gepunktet).
  • Zu den einfarbigen Farbausprägungen gehören Weiss mit blauen, orangen, zweifarbigen, grünen und blauen Siamfaktoraugen, Schwarz, Blau-Chocolate, Lilac, Rot, Creme, Cinnamon und Fawn.
  • Zur Tabby-Gruppe zählt man Zeichnungen wie Blotched (gestromt), Mackarel (getigert), Spotted (getupft) und Ticket (getickt).
  • Bei Tabby-Pattern wird unterschieden zwischen Van, Harlekin, Bicolour und Mitted.
  • Bei den Point-Varianten spricht man von Tonkines-Points, Burmese-Points, Solid-Point, Tortie-Point und Tabby-Point.

Rassekatze kaufen

Bevor Sie eine Rassekatze kaufen, erkundigen Sie sich nach der Vereinszugehörigkeit des Züchters. Die gewerbsmässige Zucht hierzulande ist meldepflichtig, Züchter müssen entsprechend ausgebildet sein und sich an die Vorgaben der Schweizer Tierschutzverordnung halten. Eine davon ist beispielsweise das Verbot des Kreuzens mit fremden Wildkatzenarten – etwa die Savannah-Katze, welche Serval-Blut in sich hat, die Bengal-Katze mit dem Blut wilder Leopardetten oder die Sokoke, die durch Einkreuzung einer kenianischen Dschungelkatze entsteht.

Orientalen – gutgelaunte Samtpfoten
Orientalen haben eins gemeinsam: Sie sind stets gut drauf. So gut, dass mancher Katzenbesitzer eher von Übermut und Ausgelassenheit spricht. So betrachten Vertreter dieser Katzengruppe eine Wohnung ganz selbstverständlich als ihren ganz eigenen Spielplatz.Teure Vasen? Macht doch unheimlich viel Spass, damit Unfug zu treiben! Andererseits können Orientalen stundenlang mit «ihrem» Menschen auf dem Sofa hängen, folgen ihm zuweilen fast wie eine Klette auf Schritt und Tritt. Nebst ihrer Grazie und ihrem Spieltrieb, gelten für die Diven und den Halter ganz klare Regeln: Orientalen sagen, wo’s langgeht. Wer sich ihrem Willen widersetzt, hat schlechte Karten. Die schlanken Schönen zeigen auch tierischen Hausbewohnern die Krallen, selbst wenn sie sich grundsätzlich gerne ihren Lebensraum mit ihnen teilen. So oder so. Orientalen sind schön, auf ihre Weise geheimnisvoll, gesellig und doch ichbezogen, munter und verschlafen, laut und leise zugleich. Oder anders ausgedrückt: Orientalen machen glücklich, wenn man den «Rank» mit ihnen findet und ihnen genügend Lebensraum zugesteht.

Zu dieser Kategorie zählen Balinese, Orientalisch Kurz-/Langhaar, Peterbald, Siam, Seychellen Kurz-/Langhaar

Hauskatzen – liebenswerte Haus- und Hofgenossen
Hauskatzen stellen keine eigene Rasse und werden von der FIFé demnach nicht aufgeführt. Trotzdem finden sie hier Erwähnung, denn diese gern gesehenen und hübschen Mischlinge tun nicht nur als Mäusefänger «ihren Dienst», sie werden vor allem als tägliche Begleiter, Seelentröster und geliebtes Familienmitglied geschätzt. Vielen Katzenhaltern ist deshalb völlig egal, welche Rasse gerade im Trend liegt und ob ein Tier an Schauen Preise abräumt. Wichtiger ist ihnen, dass es Mensch und Katz im Zusammenleben gut miteinander haben.

Zu dieser Kategorie zählen Katzen aller Arten und Couleur, die den Menschen seit vielen Jahrtausenden erfreuen.

Bildstrecke: Katzenrassen in der Übersicht

FIFé

Die Organisation wurde von der Französin Marguerite Ravel gegründet. Ravel setzte sich bereits seit den frühen 1930er Jahren für die Gründung eines europäischen Dachverbandes ein. Im Jahr 1949 trafen sich die Royal Cat Society of Flanders, die Fédération Féline Française sowie die Federazione Felina Italiana in Paris und schlossen sich inoffiziell zur Fédération Internationale Féline d’Europe zusammen. Offiziell wurde die Organisation am 10. Dezember 1950 auf der Hauptversammlung in Gent gegründet.

Die Zahl der Mitglieder wuchs schnell. So wurde beispielsweise die Fédération Féline Helvétique 1949 Mitglied, der Klub der Katzenfreunde Österreichs folgte im Jahr 1950 und seit 1951 ist auch der 1. Deutsche Edelkatzenzüchter-Verband Mitglied. Im Jahr 1972 wurde das erste nichteuropäische Mitglied, der Brazilian Clube Brasileiro do Gato, aufgenommen, weswegen man den Namen der Organisation in Fédération Internationale Féline (FIFé) änderte. Der FIFé sind derzeit 41 nationale Verbände aus 39 europäischen, asiatischen und südamerikanischen Ländern angeschlossen.

© Bilder gross: shutterstock.com

© Bilder Katzenrassen Übersicht: Foto Cymric, Japanese Bobtail: dkimages.com; Foto Korat, Snowshoe: Arco Images; Foto: Siam: fotolia.com; restliche Fotos: shutterstock.com. Die hier gezeigte Rassen-Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Quelle: Welt der Tiere

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