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Gesund und gepflegt durch den Winter

Das Frisieren eines Pferdes hat hauptsächlich optische Gründe. Das Erscheinungsbild wirkt gepflegter und ansprechender. Man sagt, dass ein sauber geputztes und frisiertes Pferd die Visitenkarte seines Reiters ist. Das Scheren in der kalten Jahreszeit hingegen hilft zu verhindern, dass sich verschwitzte Pferde erkälten.

 

 

 

Frisieren macht Pferde noch schöner
Die Richtlinie für die Länge der Mähne ist eine gute Handbreite. Die Mähne sollte hinten etwas kürzer sein als vorne. Dadurch folgt die Form der Halslinie. Um eine gleichmässig fallende Mähne zu erhalten, werden die Haare mit einem Reisskamm strähnenweise herausgezupft. Das ist für das Pferd nicht schmerzhaft, da die Haarwurzeln nur wenige Nerven enthalten und der Mähnenkamm grösstenteils aus Fettreserven besteht.

Für ein gutes Gelingen beginnt man am besten vorne, nimmt eine dünne Strähne, toupiert diese an und wickelt sie um den Reisskamm. Jetzt kann mit leichtem Zug das Haar herausgezogen werden. Diesen Vorgang wiederholt man über die ganze Mähne, bis das Haar schön regelmässig fällt und die gewünschte Länge hat. Wer mag, kann zum Schluss die Spitzen mit einer scharfen Schere angleichen, sodass eine saubere Linie entsteht. Eine gezupfte Mähne wirkt gepflegt und doch natürlich. Zum Schneiden der Mähne ist nur zu raten, wenn das Pferd eine sehr dünne Mähne hat, sonst können unschöne Stufen entstehen. Wer eine Stehmähne wünscht, muss die Mähne bis zum Ansatz mit der Schermaschine abschneiden. Die nachwachsenden Haare stehen bis zu einer gewissen Länge von alleine.

Der Schweif sollte nicht länger sein als bis zum Fesselgelenk, das ist das knollenförmige Gelenk oberhalb des Hufes. Es besteht sonst die Gefahr, dass das Pferd selber drauftritt und dabei ganze Strähnen herausreisst. Das unschöne Resultat ist von langer Dauer, denn ein Schweifhaar benötigt zum Nachwachsen gute sechs Jahre. Damit der Schweif gleichmässig fällt, hält man ihn oben zusammen und zieht in einer geraden Linie die Hand zu den Haarenden. Das überstehende Büschel kann nun auf die gewünschte Länge gekürzt werden. Manche Pferdebesitzer mögen es, wenn dem Pferd die Schweifrübe, also der Schweifansatz, frisiert wird. Die abstehenden Haare werden hierbei mit einer Schere oder mit der Schermaschine bis zum Ansatz gekürzt, sodass die Schweifrübe sauber ausgeschnitten ist.

Der Fesselbehang funktioniert bei Nässe wie ein Wasserableiter. Das Wasser gelangt dank dieser Haare nicht in die empfindliche Fesselbeuge des Pferdes – das Entstehen von Hauterkrankungen wird so vermindert. Wenn das Pferd also viel der Witterung ausgesetzt ist, sollte der Fesselbehang nicht geschnitten werden. Die überstehenden Haare am Fesselkopf können mit der Schere oder mit der Schermaschine gleichmäs­sig gekürzt werden. Die Schere nicht zu steil halten, weil sonst eine Stufenoptik entsteht.

Für die Teilnahme an einem Turnier wird die Mähne eingeflochten. Man teilt die Mähne in gleichmässige Strähnen auf und flicht diese zu kleinen Zöpfchen. Dann wird jedes Zöpfchen zweimal gefaltet und mit einem Gummiband fixiert. So entstehen die typischen kleinen Knöpfe, wie man sie von den Turnierpferden kennt. Diese Frisur gelingt leichter, wenn die Mähne vorher frisiert und gleichmässig ausgedünnt wurde. Wer ein Pferd mit einer langen Mähne hat, kann als Alternative einen Mozartzopf am Mähnenkamm entlang flechten oder mit farbigem Klebeband ein gitterartiges Muster in der Mähne gestalten. Bei einigen Pferderassen ist es nicht gerne gesehen, wenn die Haare gestutzt werden. Bei Friesen, Isländern oder Haflingern beispielsweise gilt eine üppige Haarpracht als rassentypisch.

Scheren – am besten in der Winterzeit
Im ersten Moment scheint es unlogisch, dass man ein Pferd gerade während der kalten Jahreszeit schert, wo es doch sein Fell am nötigsten hätte. Ausschlaggebend ist die heutige Gebrauchsform des Pferdes: Ein Pferd mit Winterfell schwitzt beim Reiten intensiver und trocknet danach oft stundenlang nicht. Wenn dann noch die kalte Luft hinzukommt oder das Pferd gar im Durchzug steht, kann es sich leicht erkälten. Wer sein Pferd nicht mehrmals pro Winter scheren möchte, sollte das Ende des Fellwechsels – ca. im November – abwarten. Danach wachsen die Haare weniger schnell nach.

Sportpferde mit einem intensiven Arbeitspensum werden meist ganz geschoren. Die tägliche Pflege wird dadurch ebenfalls erleichtert, da man nicht jeden Tag den getrockneten Schweiss aus dem langen Winterfell striegeln muss. Man darf aber nicht vergessen, dass das weggeschorene Fell mit entsprechend warmen Decken ersetzt werden muss. Für Pferde, die auch im Winter viel draussen sind, empfiehlt es sich, nur jene Stellen zu scheren, an denen das Pferd vermehrt schwitzt. Das sind vor allem der Unterhals, Brust, Unterbauch und Flanke. Ein solcher Schnitt nennt man Jagdschnitt. Die Sattellage wird beim Scheren immer ausgespart. Eine Sattellage ohne Haare wäre zu anfällig für Druckstellen.

Für ein sauberes Resultat müssen die Scherblätter der Schermaschine immer gut geschliffen und fest angeschraubt sein. Häufiges Nachölen verhindert, dass die Scherblätter zu heiss werden. Das Kabel der Schermaschine darf sich nicht um die Beine des Pferdes wickeln und das Pferd sollte nicht draufstehen können. Es gibt auch Schermaschinen ohne Kabel, das ist etwas praktischer. Wer nach dem Scheren nicht alles voller Haare haben möchte, sollte Überkleider tragen. Eine Hilfsperson ist beim Scheren empfehlenswert, sie kann das Pferd beruhigen und an schwierigen Stellen assistieren. Das Fell muss trocken und frei von Schmutz sein, damit die Maschine sauber schneiden kann.

Das Frisieren und Scheren eines Pferdes erfordert einiges an Zeitaufwand und Übung. Gerade das Scheren will gelernt sein und ist bei einigen Pferden auch nicht ganz ungefährlich. Wer möchte, kann das aber auch von einer Fachperson erledigen lassen. Die meisten Reitbetriebe bieten diese Dienstleistung an.

Quelle: Welt der Tiere

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