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Koi – die Stars im Gartenteich

Die Koi-Haltung liegt im Trend. Verständlich, kaum eine andere Fischspezies vermag Menschen mehr zu faszinieren. Ihre eindrucksvollen Muster, das elegante Gleiten durchs Wasser und ihre Zutraulichkeit sind einmalig. Man sagt von Koi sogar, sie würden glücklich machen.
 

Koi Teich

Kaum zu glauben, dass die farbigen Koi von den grausilbernen Wildkarpfen abstammen. Diese waren ursprünglich in den wärmeren Regionen Chinas, Japans, Mittel- und Kleinasiens heimisch. Die Zucht der Koi wie wir sie heute kennen, begann im 18. Jahrhundert in der heutigen japanischen Präfektur Niigata. Reisbauern hielten die Karpfen zur Nahrungsaufbesserung. Zu jenem Zeitpunkt fielen auch erstmals die Farbmutanten auf, welche die Reisbauern dazu inspirierten, es mit der Farbkarpfenzucht zu versuchen. Die Zucht wurde bis heute stetig verfeinert, es entstanden immer mehr Farbvarianten. Übrigens: Koi oder in Zusammensetzungen auch -goi ist das japanische Wort für Karpfen allgemein.

Mit dem westlichen Interesse an asiatischen Kulturen stieg auch die Beliebtheit der Farbkarpfen. Diese Beliebtheit hat in den letzten rund zwanzig Jahren zu einem regelrechten Koi-Boom auch hierzulande geführt. Grossproduzenten finden sich vor allem in Israel, Thailand und China. Auch europäische Züchter sind erfolgreich im Geschäft. Viele Koi-Liebhaber schwören jedoch auf Fische aus japanischer Zucht, bevorzugen sozusagen das Original. Was natürlich seinen Preis hat. Es ist nicht ungewöhnlich, dass für einen Koi – wohlverstanden einen Koi – je nach Körperbau, Zeichnung, Hautqualität und Schuppung mehrere Tausend Franken bezahlt werden.

Nicht nur ihr attraktives Äusseres, auch ihr eigentümliches Verhalten wird sehr geschätzt. Anders als andere Fische, die in Gartenteichen gehalten werden, entwickeln Koi eine grosse Zutraulichkeit zum Menschen. Sie lassen sich streicheln und fressen gelegentlich aus der Hand. Koi nehmen regen Anteil an ihrer Umgebung, schauen im wahrsten Sinne des Wortes über den Teichrand hinaus. Zudem mögen sie die Gesellschaft von Artgenossen, tolerieren aber als so genannte Friedfische auch andere Fische in ihrer Nähe.

Besondere Merkmale der Koi
Sie erreichen bereits im Alter von zwei Jahren eine Länge von rund 40 Zentimetern, ausgewachsen können sie locker einen Meter und mehr werden. Ihr Maul zeigt nach unten, was darauf hinweist, dass sie ihre Nahrung grösstenteils vom Gewässergrund aufnehmen. Die Fische tragen beidseitig je zwei Barteln, welche durchsetzt sind von sehr kleinen Tast- und Geschmacksknospen. Dies hilft den Fischen bei der Nahrungssuche. Koi haben keinen Magen! Dafür ist der Darm in diverse Abschnitte unterteilt. Diese Besonderheit verunmöglicht es ihnen, Nahrung zu speichern. Sie müssen also dauernd kleine Futtermengen aufnehmen. Die verschiedenen Zuchtformen der Koi unterscheiden sich nicht nur in ihren Farben und Mustern, auch in der Beschuppung. Koi werden bei guter Pflege 30 Jahre alt. Ganz robuste Exemplare bringen es auf stolze 40 Jahre.

Fotostrecke

  • Koi

Apropos Beschuppung
Man unterscheidet drei Versionen. Die Vollbeschuppung. Sie erinnert am ehesten an die Ursprungsform der Karpfen. Die Teilbeschuppung. Ein Resultat der Einkreuzung deutscher Spiegelkarpfen. Japaner nennen sie Doitsu (Deutscher). Sie haben an der Rücken- und Seitenlinie vereinzelt glänzende Schuppen, die übrige Haut ist schuppenfrei. Die Ginrin-Beschuppung. Sie zeichnet sich durch stark metallisch glitzernde Schuppen aus. Durch Sonnenlicht, welches in den Teich einfällt, schimmern die Schuppen ganz besonders schön.

Aufgeteilt werden die Koi in mindestens 16 Hauptvarianten und über 100 Unterformen. Die Anzahl der Varianten erweitert sich fortlaufend. Die wichtigsten Zuchtformen sind: Asagi/Shusui, Bekko, Hikarimoyomono, Hikariutsurimono, Kinginrin, Kohaku, Koromo, Ogon, Sanke, Showa, Tancho, Utsurimono, Kawarimono. Es gibt mehrere Zuchtformen, die an Beliebtheit bei Teichbesitzern zulegen. Zum Beispiel die als Butterfly Koi bezeichneten Fische. Sie haben grössere und verfranste Flossen, welche ihnen ein dem Drachen ähnliches Aussehen verleihen. Am meisten verbreitet sind ein-, zwei- und dreifarbige Varietäten. Vertreten sind rote, weisse und schwarze, aber auch blaue, gelbe, orange, grüne, metallisch glänzende, silbern- und goldfarbene Koi.

Koi stellen hohe Anforderungen
Nur das beste Futter ist gut genug für Koi und es muss sehr proteinhaltig sein. Koi sind wechselwarme Lebewesen. Ihr Stoffwechsel verändert sich daher mit der Wassertemperatur. Folglich verändert sich auch ihr Appetit. Der Fachhandel bietet mittlerweile hochwertiges Koi-Futter für jede Jahreszeit an.

Da Koi gut und gerne einen Meter gross werden können, braucht ein Koi-Teich ein entsprechendes Volumen. Man rechnet rund 10’000 Liter Wasser für eine Gruppe von zehn bis fünfzehn Fischen. Eine gute Wasserqualität ist Voraussetzung für das Wohlbefinden der Tiere. Zur Grundausstattung zählen eine Belüftungspumpe, eine Wasserpumpe sowie eine effiziente Filteranlage. Ganz wichtig ist der ausreichende Sauerstoffgehalt des Wassers. Gerade bei warmen Aussentemperaturen wird der Stoffwechsel der Koi besonders angeregt, entsprechend erhöht ist der Sauerstoffbedarf. Lassen Sie sich bei der Planung und Umsetzung eines Koi-Teichs unbedingt von einem professionellen Anbieter helfen. Es existiert in der Schweiz mittlerweile eine ansehnliche Anzahl Koi-Teich-Bauer, welche Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Und zu guter Letzt: Auch wenn Koi beste Pflege erhalten, richtig ernährt werden und die Wasserqualität des Teichs stimmt, können sie erkranken. Parasiten und Pilze, Bakterien und Viren können den Koi das Leben schwer machen. Dass es einem Fisch nicht gut geht, erkennt man zuerst daran, dass er sich zurückzieht und nicht mehr frisst. Es ist empfehlenswert, egal, woran der Koi leidet, einen Tierarzt aufzusuchen, welcher auf Koi- respektive Fischerkrankungen spezialisiert ist.

 

Quelle: Welt der Tiere

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