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Wellensittiche - Liebenswerte Schwätzer

Wellensittiche

Der kleine, farbige Papagei aus Australien hat innert wenigen Jahrzehnten eine steile Karriere als Haustier hingelegt. Nicht weiter erstaunlich, bezirzen Wellensittiche wie kaum ein anderer Vogel durch ihr auffallend schönes Federkleid, ein offenes, geselliges Wesen und das muntere Schwatzen.

Der Wellensittich gehört zur Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae). Sie sind im Freiland die am häufigsten vorkommende Papageienart Australiens. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet leben die zierlichen Vögel in teils sehr grossen Schwärmen. Diese fallen durch ihr Fluggeräusch sowie durch ihre trillernden Kontaktrufe auf. 1840 brachte der britische Forschungsreisende John Gould die ersten lebenden Vögel nach Europa und nannte sie erst «Warbling Grass Parakeer», zwitschernder Grasssittich. Seiner speziellen Stellung innerhalb der Papageienfamilie bald bewusst geworden, verlieh er dem Wellensittich schliesslich die systematische Bezeichnung Melopsittacus undulatus. Der Name leitet sich ab von gr. mélos «Gesang, Klagelied» psittacus «Papagei oder Sittich» und lat. undulatus «gewellt».

Der Wellensittich faszinierte die Gesellschaft des vorletzten Jahrhunderts so sehr, dass innert kurzer Zeit zahlreiche Zuchtfarmen entstanden. Sie belieferten den schier unersättlichen Markt, welcher nach der erfolgreichen Erstzucht um 1845 entstanden ist.

Heute ist der Wellensittich die vermutlich am häufigsten gehaltene Papageienart weltweit. Es existieren zahlreiche Zuchtformen, welche in Grösse, Farbe und Gefiedermerkmalen von der Wildform abweichen. Heutige Wellensittiche sind grösser, schwerer, bunter und kompakter im Körperbau als ihre wilden Vorfahren. Allzu farbige Wellensittiche würden in freier Wildbahn zu sehr auffallen und Fressfeinde zu leicht auf sich aufmerksam machen.

Bunte Vogelschar
Die Farbenvielfalt unter den Wellensittichen ist schier unendlich. Alle Schattierungen von grün, blau, gelb, grau und sogar braun kommen, kombiniert mit schwarz natürlich, vor. Lediglich rot fehlt, was daran liegt, dass kein solcher Gefiederfarbstoff in den Federn der Wellensittiche existiert. Dennoch versuchten windige Geschäftsleute im 19. Jahrhundert rote Wellis, wie sie von Vogelfreunden liebevoll genannt werden, zu «züchten». So wurde einigen armen Vögeln roter Pfeffer verabreicht, in der Hoffnung, die Tiere würden die Farbe annehmen.

Gefiederte Plaudertaschen
Wellensittiche schwatzen bzw. zwitschern oft und gerne. Was in freier Wildbahn in erster Linie als Alarmsignal dient, hat für Stubensittiche vor allem eine entspannende Funktion (ausser eine Hauskatze nähert sich dem Vogelkäfig, da sind die Wildinstinkte sofort präsent). Gemeinsames Trällern bedeuteut grosse Zufriedenheit. Männchen bieten ihren teils ohrenbetäubenden Gesang auch zwecks Betörung des weiblichen Geschlechts dar. Manche Männchen singen sogar während der Paarung, was den Weibchen in der Regel zu gefallen scheint.

Wohlfühltipps
Wellensittiche sind sehr gesellig. Platzieren Sie die Volière so, dass die Wellis am Familienleben teilhaben können. Ungeeignet sind Standorte mit prallem Sonnenlicht oder solche mit Zugluft.

Da die Vögel wahre Luftakrobaten sind, muss die Volière ausreichend gross und stabil sein. Sowieso: Vögel haben Flügel und die wollen sie genau so benutzen wie wir unsere Füsse und Hände. Am besten, man gewährt den Wellensittichen täglich ausgedehnten Freiflug. Aber bedenken Sie, die Vögel machen dabei Dreck. Einem Wellensittichhalter sollte das tägliche Hinterherputzen daher nichts ausmachen.

Wellensittiche klettern gern. Vogelkäfige mit waagrecht verlaufenden Stangen sind empfehlenswert. Sämtliche Einschübe sollten für die regelmässige Reinigung leicht zu entfernen sein.

Wellensittiche lieben Spielzeug. Dieses können Sie mit etwas Fantasie selber basteln oder im Fachhandel kaufen, wo Sie eine grosse Auswahl an vogelgerechten Gegenständen finden. Ebenso diverse «Einrichtungsgegenstände» wie Wasser­schale, Futternapf, Sand, Badehäuschen, Äste etc.

Ein Partner ist für den sozialen Schwarmvogel so wichtig wie das tägliche Flugtraining. Wellensittiche dürfen deshalb mittlerweile per Gesetz nicht mehr einzeln gehalten werden. Denn obwohl sich viele Wellis früher in Einzelhaltung notgedrungen ihrem menschlichen Partner gegenüber zutraulich gezeigt haben, kann der Mensch einen gefiederten Artgenossen niemals ersetzen.

Achten Sie auf ein sauberes Raumklima. Zu trockene Luftverhältnisse schaden der sensiblen Vogellunge genauso wie beissende Küchendämpfe, Dämpfe von Farben und Lacken oder Zigarettenrauch.

Die richtige Ernährung des Wellensittichs ist eine Grundvoraussetzung für ein gesundes, langes Vogelleben. Die kleinen Krummschnäbel benötigen neben verschiedenen Saaten auch Obst und Grünfutter. Heissgeliebte Leckerli wie Kräcker oder Kolbenhirse sind sehr fetthaltig und sollten höchstens ein- bis zweimal die Woche verfüttert werden. Stellen Sie den Wellis täglich frisches Wasser im stets gereinigten Trinkgefäss zur Verfügung.

Der Vogelkäfig und das Zubehör müssen oft und gründlich gereinigt, Gefäs­se für Futter und Wasser ausgetauscht werden. Ohne strikte hygienische Vorkehrungen erkranken die Tiere schnell an oft tödlich verlaufenden Infektionen.

Wer sich mit den Gedanken trägt, Wellensittiche als Haustiere bei sich aufzunehmen, dem sei empfohlen, sich vorgängig in aller Gründlichkeit mit dem spannenden Thema zu befassen. Wertvolle und umfassende Informationen bieten Zoofachhändler, seriöse Züchter, aber auch Fachbücher und entsprechende Internetforen. Je besser in­for­miert, desto schöner das Zusammenleben mit den liebenswerten Minipapa­geien!

Gesund bis ins Alter
Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, Spiel und Spass sowie liebevolle Zuwendung lassen Wellensittiche bis 15 Jahre alt werden. Wer bereit ist, sich mit Herz und Engagement um seine Wellis zu kümmern, wird also viele schöne und beglückende Jahre mit seinen gefiederten Freunden erleben.

Quelle: Welt der Tiere

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