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Medizinische Notfälle

Die Tierärztinnen Dr. med. vet. FVH Susanne Bühlmann und Dr. med. vet. Danja Damaris Wiederkehr gehen nachfolgend auf die häufigsten Notfälle bei Hunden, Katzen, Pferden und Nagern ein. Ihr Beitrag hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und wird laufend erweitert. Auch ist es ihnen wichtig anzumerken, dass zu einer korrekten Einschätzung einer Notfallsituation sehr viele Umstände wichtig sind wie z.B. die genaue Beurteilung des Allgemeinzustandes anhand der Vitalparameter, Alter des Tieres, genaue Vorgeschichte (Anamnese).  Deshalb muss ein Notfall jedes Mal neu beurteilt werden. Dies setzt voraus, dass der Patient für eine genaue Beurteilung und für das Stellen einer (Verdachts-)diagnose von einer Fachperson untersucht werden muss.

Notfälle Hund

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Unfälle

Immer wieder kommt es leider vor, dass Hunde in Autounfälle verwickelt werden. Das Ausmass der Verletzung kann von leichtgradig bis lebensgefährlich variieren. Es ist sicher sinnvoll, nach einem Autounfall eine Fachperson aufzusuchen. Viele Verletzungen wie zum Beispiel Blasenriss, Milzriss und Zwerchfellsriss sind von aussen nicht sichtbar und müssen mittels bildgebender Diagnostik (Ultraschall, Röntgen) diagnostiziert werden. Auch können die Tiere auf Grund eines Schockes (= akutes lebensgefährliches Versagen des Kreislaufes z.B. auf Grund von Blutverlust nach aussen oder in die Körperhöhlen) sterben.
Falls ihr Hund in einen Autounfall verwickelt werden sollte, sind folgende Punkte wichtig:

- Es sollte versucht werden, weitere Unfälle zu verhindern, indem das Gebiet um den Unfall gut gesichert wird.

- Wir müssen damit rechnen, dass verletzte Tiere grosse Schmerzen haben. Sie befinden sich in einem Ausnahmezustand und können auch einmal Beissen. Durch Anlegen einer Maulbinde (z.B. Mullbinde aus Autoapotheke) können wir uns vor Bissen schützen.

- Die Maulhöhle sollte frei von Sekreten (Blut, Erbrochenes) sein und die Atmung ungehindert möglich sein. Durch vorsichtiges Vorlagern der Zunge kann man einer Atemnot entgegenwirken.

- Wunden und/ oder vorgefallene Organe sollten mit sauberen feuchten Tüchern geschützt werden.

- Starke Blutungen sollten mit Druckverbänden gestoppt werden.

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Hitzschlag

In den warmen Sommermonaten gewinnt dieses  Thema wieder an Bedeutung. Bei Tieren, die sich über längere Zeit in erhöhten Aussentemperaturen aufhalten, erhöht sich die Körpertemperatur, die normalerweise bei einem Hund zwischen 38-39°C liegt, auf 41-43°C. Risikofaktoren für einen Hitzschlag bestehen z.B., wenn die Hunde bei sehr warmen Temperaturen im Auto eingesperrt werden oder auch wenn sie in der Hitze Hochleistungen, wie zum Beispiel das Rennen neben dem Fahrrad, vollbringen müssen.
Durch komplexe Vorgänge im Körper wird eine Vielzahl von lebensgefährlichen Prozessen ausgelöst, die zum Tod des Hundes führen können. Bei Verdacht auf Hitzschlag muss der Hund so schnell wie möglich zu einer Fachperson gebracht werden. Es muss auch sofort versucht werden, die Körpertemperatur zu senken. Dies lässt sich durch das Unterbringen an einen kühlen Ort, das Einschlagen in nasse kühle Tücher und das vorsichtige Abbrausen mit kaltem Wasser bewerkstelligen.

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Erbrechen

Erbrechen wird durch Stimulation des Brechzentrums im Gehirn ausgelöst. Die Stimuli können sehr vielfältig sein und müssen nicht unbedingt etwas mit dem Magen-/ Darmtrakt zu tun haben. Deshalb teilt man die Ursachen für das Erbrechen auch in gastrointestinale (= den Magen-/ Darmtrakt betreffende) und extragastrointestinale (= nicht den Magen-/ Darmtrakt betreffende) Krankheiten ein. Zudem kann Erbrechen plötzlich auftreten (=akutes Erbrechen) oder schon über längere Zeit bestehen (= chronisches Erbrechen). Es gibt viele harmlose Erkrankungen, die zu Erbrechen führen können. Sie benötigen keine weiteren Abklärungen. Es genügt meist schon, wenn man die Tiere für 12-24 Stunden fasten lässt, d.h. ihnen nichts zu Fressen gibt. Wasser soll zur Verfügung stehen. Danach sollten die Tiere mit etwas leicht Verdaulichem angefüttert werden.
Aber es kann sich auch um eine gefährlichere Krankheit handeln, die unbedingt einer Fachperson gezeigt werden sollte. In der Regel sind ein reduzierter Allgemeinzustand mit Fieber, Lustlosigkeit, schlechtem Appetit, Blutbeimengungen im Erbrochenen ein Alarmsignal, dass es sich um eine gravierendere Ursache für das Erbrechen handeln könnte.
Im Folgenden möchte ich vor allem auf Krankheiten des Magen-/ Darmtraktes (gastrointestinale Krankheiten), die zu Erbrechen führen, eingehen. 


Magen-/ Darmerkrankungen

- Fremdkörper/Darmverschluss:
Dies ist vor allem bei Junghunden eine häufige Ursache für akutes, seltener auch für chronisches Erbrechen. Oft kann man als Besitzer die Aufnahme von z.B. Spielzeugen, Holzstücken, Steinen, Maiskolben etc. beobachten, die dann später die Diagnose Fremdkörper/ Darmverschluss erleichtern. Häufig aber nehmen die Hunde unbeobachtet Gegenstände auf, was eine Diagnosestellung erschwert. Manchmal muss sogar der Bauch in einer Operation geöffnet werden (Probelaparatomie), um einen Fremdkörper sicher auszuschliessen oder dann auch zu Entfernen.
Eine genaue Abklärung bei Verdacht auf Fremdkörper ist deshalb sehr wichtig, weil ein Gegenstand bei der Darmpassage stecken bleiben und dann einen unter Umständen lebensgefährlichen Darmverschluss (Ileus) mit gravierenden Folgen verursachen kann.
Mögliche Hinweise für einen Darmverschluss durch einen Fremdkörper sind die Vorgeschichte (Anamnese), starkes Erbrechen, das nicht aufhört, wenig Kotabsatz und starke Bauchschmerzen bei deutlich reduziertem Allgemeinbefinden.
Ein Darmverschluss kann natürlich auch durch Prozesse, die von aussen auf den Darm drücken, stattfinden. Man muss dabei vor allem an Tumoren denken.

- Magendrehung (Magentorsion, Torsio vetriculi):
Dies ist wohl der bekannteste Notfall beim Hund. Ihn in diese Kategorie einzuordnen ist nicht ganz korrekt, weil ein Hund, dessen Magen vollständig gedreht ist, nicht mehr erbrechen kann. Nur bei einer partiellen Drehung ist Erbrechen noch möglich.
Diese Krankheit betrifft vor allem Hunde grosser Hunderassen. Der Magen dreht sich spontan um die eigene Achse (Volvolus) und schnürt somit Mageneingang (Kardia), sowie Magenausgang (Pylorus) ab. Es kommt zu einer massiven Dilatation des Magens mit Gas und einer massiven Beeinträchtigung des Kreislaufes. Der Magen muss innerhalb von 6-10 Stunden wieder mittels einer Operation in seine ursprüngliche Lage gebracht werden, sonst wird das Tier sterben.
Die typischen Symptome der Krankheit, die meist nach Futteraufnahme zum Teil in Verbindung mit Bewegung auftreten, sind massives Würgen und Speichelfluss, aber kein Erbrechen und ein vergrösserter Bauch.
Als Prophylaxe sollte darauf geachtet werden, dass Hunde nach der Futteraufnahme 1-2 Stunden Ruhe haben, und dass eher mehrere kleine Portionen gefüttert werden.

- Infektiöse Magendarmentzündung (Gastroenteritis):
Dabei handelt es sich um Infektionen des Magen-/ Darmtraktes mit Viren, Bakterien oder Parasiten.
Meistens kommt diese Krankheit zusammen mit oder nur als Durchfall vor. Der Verlauf kann von harmlos bis lebensbedrohlich variieren. Vor allem bei Jungtieren kann eine Virusinfektion z.B. mit Parvovirose oder Staupe tödlich verlaufen. Eine Impfung ist deshalb sehr wichtig.
Häufig sind auch Infektionen mit Parasiten, wobei Infektionen mit Rundwürmern (Ascariden), Bandwürmern (Cestoden) oder Einzellern (z.B. Giardien oder Kokkzidien) relativ häufig sind. Sie machen aber meist erst bei einem Massenbefall und vor allem bei sehr jungen Tieren Probleme, sind also selten ein Notfall.
Da aber gewisse parasitäre Krankheiten auch auf den Menschen übertragbar sind, ist eine regelmässige Entwurmung und/oder Kotuntersuchung sicher sinnvoll.
Zu erwähnen ist noch die Infektion mit Leptospiren, die in der letzten Zeit an Bedeutung zugenommen hat. Leptospirose ist eine bakterielle Infektion bei warmblütigen Tieren und beim Menschen. Hauptreservoir sind  Nagetiere. Sie scheiden das Bakterium aus und kontaminieren (= verunreinigen) damit die Umgebung, vor allem Gewässer. Unsere Hunde trinken dann aus diesen Gewässern und können sich mit dem Erreger anstecken.
Erbrechen ist nur eines der Symptome, die auftreten können. Eine schnelle Diagnosestellung und intensive Therapie ist von grosser Wichtigkeit. Eine Infektion mit Leptospiren muss als Notfall behandelt werden. Indem Sie verhindern, dass Ihr Hund zwischen Spätfrühling und Frühherbst in stehenden Gewässern badet oder daraus trinkt, reduzieren Sie die Chance, dass er mit allfällig vorhandenen Leptospiren in Kontakt kommt

- Akute Magenentzündung (Gastritis):
Diese ist beim Hund häufig diätetisch bedingt, d.h. durch Aufnahme von verdorbenem oder nicht artgerechtem Futter. Die Symptome können sehr akut auftreten und von einer relativ starken Störung des Allgemeinbefindens begleitet sein. Meistens beruhigen sich die Symptome nach 12-24 h Futterentzug. Wichtig ist, dass  bei länger anhaltendem Erbrechen ein möglicher Fremdkörper/ Darmverschluss ausgeschlossen wird.
Auf die akute Gastritis durch Aufnahme von Giften wird im Kapitel Vergiftungen näher eingegangen.

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Vergiftungen (Intoxikationen)

Nur bei einer sehr kleinen Anzahl der in der Praxis vorgestellten Notfälle handelt es sich tatsächlich um Vergiftungen. Die Bedeutung von Vergiftungen wird von den Besitzern massiv überschätzt. Die meisten Vergiftungsfälle werden zudem von Substanzen, die im eigenen Haushalt aufgenommen worden sind, oder sogar von den Besitzern selber verabreicht wurden, verursacht. Besteht der Verdacht für eine Vergiftung, sollte das Tier möglichst schnell in eine tierärztliche Praxis gebracht werden. Die verdächtige Giftquelle (mit Verpackung) sollte auch mitgebracht werden, sowie auch angefressenes oder erbrochenes Material, am besten in einem Plastiksack verpackt. Die Identifikation eines Giftes  post mortem (nach dem Tod) ist sehr schwierig bis unmöglich und daher sehr teuer.

Folgende Vergiftungen sind beim Hund relativ häufig

1. Vergiftung mit Zwiebelgewächsen (Zwiebeln, Knoblauch, Lauch etc.)

2. Vergiftung mit kernhaltigen Trauben

3. Vergiftung mit Schokolade, wobei schwarze Schokolade deutlich gefährlicher ist

4. Vergiftung mit Medikamenten (z.B. Schmerzmittel, Anti-Baby Pille etc.) und Rauschmitteln

5. Unkrautbekämpfungsmittel (Herbizide) , Mittel zur Bekämpfung von Nagern (Rodentizide)

6. Kühlerflüssigkeit (Ethylenglykol)


Wobei bei  Einnahme der ersten drei Punkte nur bei hoher Dosis und klinischen Symptomen ein Tierarztbesuch angezeigt ist. Bei Einnahme der letzten drei Aufzählungen ist ein unmittelbarer Besuch beim Tierarzt nötig (Giftquelle, am besten mit Verpackung mitbringen).


Notfallauskunft:

- Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum ZürichTel: 145 (Notfälle Schweiz), 044 251 51 51 (Notfälle Ausland)
Internet: www.toxi.ch

- Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie: Tel: 044 635 87 78
Internet: www.vetpharm.unizh.ch

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Bissverletzungen

Viele Bissverletzungen sind relativ ungefährlich und werden von selber abheilen. Gefährlich sind z.B. Verletzungen im Bereich des Brustraumes vor allem bei kleinen Hunden. Es besteht die Gefahr, dass die Brustwand eröffnet wird, und der Hund Atemnot bekommt, weil er nicht mehr gut atmen kann. Natürlich sind auch Verletzungen von grösseren Gefässen, der Augen oder der Luftröhre gefährlich und gehören sofort in die Hände einer Fachperson.

Die Ausmasse eines Bisses sind oft schwierig festzustellen, wenn man an der verletzten Stelle die Haare nicht wegrasiert. Noch Tage später kann ein nicht entdeckter Biss zu einer Abszessbildung führen.

Generell gilt, dass je früher ein Biss behandelt wird, desto geringer das Risiko für eine Verschmutzung (Kontamination) ist.


Notfälle Katze

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«Kippfensterkatzen»

Katzen, die nach draussen drängen, versuchen dies auch durch ein gekipptes Fenster, wenn dies die einzige Möglichkeit darstellt. Beim Hindurchquetschen rutscht die Katze nach unten und bleibt meistens so ungünstig hängen, dass sie sich ohne fremde Hilfe nicht mehr befreien kann. Durch ihre Befreiungsversuche verkeilen sich die Katzen häufig noch tiefer im Fensterspalt. Die Katzen bleiben oft mehrere Stunden eingeklemmt, bis sie vom Besitzer gefunden werden. Die Katzen stehen häufig unter Schock und die Hintergliedmassen sind kalt und schlaff, weil sie nicht mehr von Blut versorgt wurden. Katzen mit dieser Symptomatik müssen sofort einer Fachperson vorgestellt werden. Wenn sie innerhalb von 48 Stunden nicht auf eine Therapie ansprechen, ist die Prognose sehr ungünstig und die Tiere müssen evtl. eingeschläfert (euthanasiert) werden.

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Autounfälle «HBC = Hit by car»

Immer wieder kommt es leider vor, dass auch Katzen in Autounfälle verwickelt werden. Häufig werden diese vom Besitzer nicht bemerkt, da sich die Katzen frei bewegen.  Bei einer Freiläuferkatze, die mehrere Tage nicht mehr zu Hause war, oder die sich plötzlich „merkwürdig" benimmt, liegt der Verdacht nahe, dass sie eine Begegnung mit einem Auto hatte. Häufig stellt man auch bei näherem Betrachten der Pfoten gesplitterte Krallen fest. Das Ausmass der Verletzung kann von leichtgradig bis lebensgefährlich variieren. Es ist sicher sinnvoll, nach einem Autounfall eine Fachperson aufzusuchen. Viele Verletzungen wie zum Beispiel Blasenriss, Milzriss und Zwerchfellriss sind von aussen nicht sichtbar und müssen mittels bildgebender Diagnostik (Ultraschall, Röntgen) diagnostiziert werden. Auch können die Tiere auf Grund eines Schockes (= akutes lebensgefährliches Versagen des Kreislaufes z.B. auf Grund von Blutverlust nach aussen oder in die Körperhöhlen) sterben. Bei Katzen ist häufig das Becken verletzt, was zu einer Verletzung der  Nerven führen kann, so dass die Katzen Probleme beim Urin absetzen bekommen können, was für sie lebensgefährlich ist. Auch erleiden sie häufig Verletzungen oder stumpfe Schläge (Trauma) am Kopf, was zu einem lebensgefährlichen Schädel-Hirntrauma und zum Tode führen kann.Sonst gilt natürlich wie auch beim Hund, dass sich verletzte Katzen in einem Ausnahmezustand  befinden und bei Berührung mit Beissen oder Kratzen reagieren können. Auch sollten bei Katzen offensichtliche Blutungen mit Druckverbänden gestoppt werden und Wunden/ vorgefallene Organe mit feuchten Tüchern geschützt werden.

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Untere Harnwegserkrankung der Katze (FLUTD=Feline Lower Urinary Tract Disease)

FLUTD ist eine Erkrankung der unteren Harnwege der Katze. Es kommen verschiedene Ursachen für FLUTD in Frage. In den meisten Fällen ist es eine gutartige Entzündung der ableitenden Harnwege, die mit der interstitiellen Blasenentzündung (Cystitis) beim Menschen vergleichbar ist. Als andere mögliche Ursachen kommen Harnsteine, Bakterien, Tumoren oder auch parasitäre Erkrankungen in Frage.
Was eine FLUTD zu einem Notfall macht, ist die Tatsache, dass auf Grund von Harnsteinen/ -sediment, Entzündungsprodukten oder Blut die Harnröhre vollständig verstopfen kann (Obstruktion) und die Katzen keinen Urin mehr absetzen können. Dies ist ein lebensbedrohlicher Zustand, da massive Elektrolytverschiebungen im Körper stattfinden und die Katze wichtige Giftstoffe nicht mehr ausscheiden kann. FLUTD gibt es sowohl bei männlichen, als auch bei weiblichen Katzen, nur handelt es sich bei der weiblichen Katze nicht um einen lebensbedrohlichen Zustand, da ihre Harnröhre nicht verstopfen kann, da diese viel breiter ist als beim Kater. Prädisponierende Faktoren für eine FLUTD sind:

- Uebergewichtige Kater, die sich wenig oder nur im Haus bewegen
- Zu wenige oder schmutzige Katzenkistchen
- Trockenfutter/ verminderte Flüssigkeitsaufnahme
- Stress (Aenderungen im „Katzenalltag", wie z.B. eine neue Katze)

Für den Besitzer ist es entscheidend, dass er die Symptome einer FLUTD frühzeitig erkennt und vor allem bei einem vollständigen Verschluss der Harnröhre schnell reagieren kann. Wichtige Symptome bei einer Erkrankung mit FLUTD sind:

- häufiges Absetzen von kleinen Mengen Harn (Pollakisurie), Schmerzäusserungen beim Urinieren und Blut im Urin (Hämaturie). Darüber hinaus urinieren Wohnungskatzen häufig ausserhalb der Katzentoilette
- Lecken an der Penisspitze; diese kann dadurch auch gerötet sein
- In einem fortgeschrittenen Stadium Apathie, Schmerzäusserungen, evtl. Erbrechen.

Beim Feststellen dieser Symptome bei einem Kater ist sicher das Aufsuchen von einer Fachperson ratsam, damit diese feststellen kann, ob die Katze noch Harn absetzen kann.

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Vergiftungen (Intoxikationen)

Nur bei einer sehr kleinen Anzahl der in der Praxis vorgestellten Notfälle handelt es sich tatsächlich um Vergiftungen. Die Bedeutung von Vergiftungen wird von den Besitzern massiv überschätzt. Die meisten Vergiftungsfälle werden zudem von Substanzen, die im eigenen Haushalt aufgenommen worden sind, oder sogar von den Besitzern selber verabreicht wurden, verursacht. Besteht der Verdacht für eine Vergiftung, sollte das Tier möglichst schnell in eine tierärztliche Praxis gebracht werden. Die verdächtige Giftquelle (mit Verpackung) sollte auch mitgebracht werden, sowie auch angefressenes oder erbrochenes Material, am besten in einem Plastiksack verpackt. Die Identifikation eines Giftes  post mortem (nach dem Tod) ist sehr schwierig bis unmöglich und daher sehr teuer.


Folgende Vergiftungen sind bei der Katze relativ häufig:

- Vergiftung mit Medikamenten  wie z.B. Schmerzmittel (Paracetamol®, Aspirin®) oder Anti-Baby Pille und Rauschmitteln z.B. Paracetamol® ist schon in geringsten Dosen tödlich für eine Katze
- Insektizide mit Permethrin, die für Hunde hergestellt wurden
- Unkrautbekämpfungsmittel (Herbizide), Mittel zur Bekämpfung von Nagern (Rodentizide)
- Kühlerflüssigkeit (Ethylenglykol)


Notfallauskunft:

- Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum ZürichTel: 145 (Notfälle Schweiz), 044 251 51 51 (Notfälle Ausland) Internet: www.toxi.ch
- Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie: Tel: 044 635 87 78 Internet: www.vetpharm.unizh.ch

Notfälle Pferd

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Respirationstrakt

Infektionen der oberen und unteren Atemwege: Meistens infektiöses Geschehen, an welchem verschiedene Keime beteiligt sein können (Bakterien, Pilze), aber auch Erkrankungen ohne erkennbare Ursache sind möglich (COPD=chronic obstructive pulmonary disease). Symptome sind Husten, Nasenausfluss und manchmal Fieber. Auch hier sind erste mildere Anzeichen kein Notfall. Das Tier sollte geschont und auf keinen Fall geritten werden. Bei Verschlechterung des Allgemeinzustandes Tierarzt aufsuchen.

Blutiger Nasenausfluss
kann verschiedene Ursachen haben und ist bei massenhafter, unstillbarer Blutung ein Notfall, da das Pferd bei Verletzung eines grösseren Blutgefässes verbluten kann (z.B. bei Luftsackmykose).

Roarer:
Schnarchendes Geräusch bei Anstrengung, Entstehung durch Lähmung der Aryknorpel. Kein Notfall. Bei häufigem Auftreten Tierarzt aufsuchen.

Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen): Infektionen, Verletzungen von aussen oder im Maulraum, auch mit Beteiligung der Zähne. Tierarzt aufsuchen.

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Bewegungsapparat

Lahmheiten: Vielfältige Ursachen. Generell gilt, bei Lahmheit Tierarzt aufsuchen:
 
- Kreuzschlag:
Muskelschaden durch energiereiche Fütterung nach längeren Arbeitspausen. Symptome sind Schwitzen, Stehen bleiben, steife Hinterhand. Ähnliche Symptome auch bei Vitamin E-/Selen-Mangel. Um eine langfristige Schädigung der Muskulatur zu verhindern, Tier auf keinen Fall antreiben. Tierarzt konsultieren.

- Veränderungen an Extremitäten: Vielfältig: Sehnenentzündungen, Verletzungen (Brüche, offene Verletzungen -> siehe Verletzungen), Fehlstellungen, Gelenksentzündungen usw. Bei Nichtbelasten der Extremität: Notfall!!

- Hufrehe: Entzündung der Huflederhaut, mit Ablösung der Hornkapsel von der Lederhaut. In extremen Fällen „Ausschuhen" (=vollständiges Ablösen der Hornkapsel des Zehenendorganes) möglich. Ursache ist eine Störung der Mikrozirkulation des Blutes, ausgelöst durch Belastung, falsche Fütterung (zu viele Kohlenhydrate), nach dem Gebären, aber auch durch Vergiftung mit Unkraut- oder Insektenvernichtern, gewissen Pflanzen oder Medikamenten. Tierarzt aufsuchen.

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Verletzungen

Nageltritt/Gabelstich und andere tiefe Verletzungen mit Blutungen: Sind ein Notfall, da immer Infektionsgefahr und damit Sepsisgefahr (=Blutvergiftung) besteht. Blutstillung nötig. Bei sehr starker Blutung Schockgefahr. Wenn möglich Druckverband anlegen. Tierarzt rufen.

Oberflächliche Verletzungen mit leichter Blutung
: Können gut mit Desinfektionsmitteln und Verbänden behandelt werden und müssen bei guter Heilung nicht unbedingt dem Tierarzt vorgestellt werden. Allgemein gilt aber bei Verletzungen: lieber zu früh als einmal zu spät zum Tierarzt.

Brüche: Sind  immer ein Notfall, da Pferd auch im Stehen schläft. Wichtig: Pferd für Transport gut fixieren, damit nicht noch Folgeschäden oder weitere Verletzungen durch den Transport entstehen. Tierarzt vor Transport beiziehen.

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Vergiftungen

Kommen bei Pferden auf der Weide selten vor, da sie bei genügendem Futterangebot sehr selektiv mit der Nahrungsaufnahme sind und in der Regel keine giftigen Pflanzen freiwillig essen. Vorsicht geboten ist bei Silage- und Heufütterung sowie auch bei gehäxelten Gartenabfällen/Zierpflanzen als Einstreu. Einige Giftpflanzen sind auch im getrockneten Zustand hochgiftig.

Zwei Beispiele:

Eibe:
hochgiftig, alle Pflanzenanteile. Das Gift der Eibe wirkt tödlich!!!!!!!!
Thuja: Symptome sind Magen-Darm-Beschwerden, Krämpfe, Leber- und Nierenschädigungen mit erhöhtem Harnvolumen aber geringerem und häufigerem Harnabsatz.  

(Andere Beispiele wären Adlerfarn
(hochgiftig, alle Pflanzenanteile. Vergiftung beim Pferd durch eine Vitamin B1 zerstörende Wirkung des Enzyms Thiaminase, was zu zentralnervösen und motorischen Störungen führt) und Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobea) sowie andere Kreuzkrautarten (hochgiftig, vor allem junge Pferde sind betroffen. Zeigt sich durch schwere Leberschädigung, aber auch mit Symptomen wie Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall und Krämpfe.) Vergiftungen mit den beiden Pflanzen kommen jedoch eher selten vor. )
 
Nachdem ein Pferd eine Vergiftung überstanden hat, frisst es in der Regel das dafür ursprünglich verantwortliche Futter nicht mehr.

Achtung auch bei verdorbenem Futter:
z.B. bei Bildung von Pilzarten in nass gelagertem Futter (Silage).

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Anderes

Tetanus und Botulimus werden ausgelöst durch Toxine von Boden- oder Fäulnisbakterien (Clostridien), die bei Vermehrung im Körper freigesetzt werden.  

Tetanus:
Pferde sind sehr empfindlich auf Tetanus und werden daher normalerweise geimpft. Dennoch kommt es vor, dass bei Hobbyhaltung, speziell von Ponys und Eseln, die Impfung vergessen wird. Tetanus ist ein Notfall!!! Symptome sind starke Krämpfe.

Botulismus:
Schlaffe Lähmung und Schluckbeschwerden. Wird durch Futter und eventuell durch Wasser aufgenommen. Meist, wenn aus Versehen Kadaver (Ratten, Mäuse) ins Heu oder die Silage gelangen und dort mitgelagert werden. Notfall!!

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Gastrointestinaltrakt (Magen-Darm-Trakt)

Kolik (Notfall): Tier zeigt Schmerzen, scharrt, tritt gegen Bauch und/oder wälzt sich. Die Ursachen sind vielfältig, wie zum Beispiel Falschlagerung oder Verdrehung des Darmes intraabdominal (=im Bauch) oder Verlegung des Darmes durch einen Fremdkörper. Je nach Ursache kann eine alternative Therapie genügen ­- oder aber es braucht eine Operation, um das Problem zu beheben. Eine Kolik ist ein absoluter Notfall!!!!! und sollte so schnell wie möglich einem Tierarzt vorgestellt werden.

Durchfall
: Durchfall hat viele verschiedene Ursachen wie z.B. verdorbenes oder falsches Futter, Parasiten (Würmer), Infektionen mit Bakterien oder Pilzen usw. Solange das Tier munter ist, sind Durchfallerkrankungen keine Notfälle und klingen oft nach ein paar Tagen wieder ab. Bei längerdauerndem Auftreten und Verschlechterung des Allgemeinbefindens, wie auch in Begleitung von Fieber, sollte unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden. Das Tier sollte beim Auftreten von Durchfall gut beobachtet werden.

Erbrechen: Pferde können nicht erbrechen,
was unter Umständen zu einer Magenüberladung (Notfall) führen kann, die sich mit Koliksymptomen (siehe oben) äussert.

Notfälle Nager

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KANINCHEN: Allgemeines: Haltung und Fütterung

Die Haltung von Kaninchen erfreut sich in der Schweiz grosser Beliebtheit, vor allem auch  bei Kindern. Beim folgenden Beitrag ist es wichtig zu erwähnen, dass die meisten Notfälle und Krankheiten bei diesen Hasenartigen auf Grund von Fehlhaltung und /-ernährung entstehen. Deshalb möchte soll kurz auf die Haltung und Fütterung von Kaninchen eingegangen werden. Dieser kurze Beitrag hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Jeder Kaninchenhalter sollte sich vor der Anschaffung gründlich mit der artgerechten Haltung dieser doch anspruchsvollen Tiere beschäftigen.

Fütterung

Kaninchen sollten 24 Stunden Futter zur freien Verfügung haben. Fastentage dürfen nicht eingelegt werden, da die Nahrung nur durch Nachschieben von neuem Futter weitertransportiert wird. Wenn kein Futter angeboten wird,  legt man ihre Verdauung lahm. Sie sind unbedingt auf Rohfasern (Heu) angewiesen. Dies sollte in guter Qualität und Menge stets zur freien Verfügung stehen. Es soll auch die erste Nahrung am Morgen darstellen, 2-3 Stunden vor der Verfütterung von Grünfutter. Zu frühes Füttern von Grünfutter begünstigt Blähungen.
Jeder Futterwechsel soll langsam (über 14 Tage) und in kleinen Portionen stattfinden.
Körnerfutter soll sehr verhalten verfüttert werden, da es einen sehr hohen Energiegehalt hat. Nur in Extremsituationen (z.B. Trächtigkeit, Krankheit, extreme Kälte) brauchen Kaninchen mehr Körner/ Energie. Brot ist kein ideales Futtermittel für Kaninchen, da es viel zu viel Energie aufweist und Kaninchen zu Fettleibigkeit neigen. Besitzer verfüttern es häufig im falschen Glauben, dass es die Abnützung der Zähne fördert.

Haltung
Kaninchen sollten nie in Einzelhaltung gehalten werden. Menschen und Meerschweinchen sind keine Ersatzartgenossen für sie. Sie brauchen einen adäquaten Auslauf, was ca. 6m2 für 2-3 Tiere bedeutet. Pro Tier muss mindestens ein Unterschlupf gewährleistet sein. Sie bewegen sich am liebsten auf Naturboden und brauchen natürliche Nagematerialien. Reine Weibchengruppen sollten vermieden und Männchen bevorzugt kastriert werden.

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KANINCHEN: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Blähungen (Trommelsucht, Tympanie)
Eine aktue Blähung des Blinddarmes bedeutet ein Notfall. Tiere mit einer Tympanie zeigen oft eine verkrümmte Körperhaltung, verweigern das Futter und wirken in ihrem Allgemeinbefinden deutlich reduziert. Nach einer gewissen Zeit kann man den verspannten und vergrösserten Bauch spüren. Die Kaninchen zeigen anfänglich eine durch die Schmerzen bedingte erschwerte Atmung, was bis hin zu einem totalen Kreislaufversagen (Schock) führen kann. Dies ist eine lebensbedrohliche Situation, und die Tiere können innerhalb von Stunden sterben. Meist entstehen akute Blähungen im Zusammenhang mit der Fütterung. Wenn ungewohntes Frischfutter oder Trockenfutter in solchen Mengen verfüttert wird, dass der Darm überfordert ist, und es zu Fehlgärungen kommt. Im Frühling müssen die Tiere langsam an das Frischgras gewöhnt werden.
Auch Zahnprobleme können der Grund für Blähungen sein, da jedes Zahnproblem gezwungenermassen eine Veränderung der Futtergewohnheit nach sich ziehen wird. Auch  können Parasitosen die Ursache für akute und vor allem auch wiederkehrende Tympanien sein.

Haarballenbildung (Trichobezoar)
Trichobezoare sind Haarballenbildungen im Magen-Darm-Trakt, die durch das Verschlucken von Haarknäueln oder durch das Fressen eigener oder fremder Haare zustande kommen. Die Ursache ist meist ein Mangel an Rohfasern. Häufiger sind Angorakaninchen betroffen, grundsätzlich kann es aber bei allen Kaninchen auftreten.
Meist handelt es sich nicht um ein akutes Krankheitsbild. Es sind Tiere, die über eine längere Zeit abmagern und zunehmend Schwäche zeigen. Häufig beeinflussen die Haarballen die Verdauung aber auch nicht und stellen einen Zufallsbefund dar. 
 
Magenüberladung
Die Ursache für eine Magenüberladung ist die übermässige Aufnahme von Futter, das im Magen quillt oder gärt. Im Gegensatz zu der Tympanie (siehe oben) fühlt sich nicht der ganze Bauch verspannt und hart an. Er ist weich und elastisch, auf der linken Seite lässt sich oft der pralle Magen ertasten. In einem fortgeschrittenen Stadium ist auch eine Magenüberladung ein Notfall und kann zu einer lebensbedrohlichen Situation führen.

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KANINCHEN: Zahnprobleme

Kaninchen gehören nicht zu den Nagetieren, sonder gehören zu der Ordnung der Hasenartigen. Trotzdem haben sie mit den Nagern sehr viel gemeinsam. Das Hauptunterscheidungsmerkmal sind zwei zusätzliche Stiftzähne hinter den Schneidezähnen (Incisivi) im Oberkiefer. Wie bei den Nagern wachsen aber alle Zähne zeitlebens, durch gegenseitiges Abschleifen behalten sie ihre physiologische Länge. Dies wird durch die Ausbildung des Kiefergelenks als Schlittengelenk, welches vor- und rückwärtige Unterkieferverschiebungen zulässt, ermöglicht.
Besonders langsames Fressen, übertriebenes Kauen, unnatürliches Wachstum der vorderen Zähne und  speichelverschmierter Unterkiefer- und Kehlbereich sind Hinweise auf Zahnprobleme. Die Voraussetzung für die Abnützung der Zähne ist eine adäquate Fütterung.
Körner- und Pelletfutter sättigen das Tier schneller, folglich muss es nicht so lange kauen, und die Zähne können sich nicht ausreichend abnützen. In der Folge bilden sich Zahnspitzen. Für den Besitzer sind nur die Schneidezähne sichtbar. Die Backenzähne, bei denen auch häufig Probleme auftreten, kann nur der Tierarzt mit speziellen Hilfsmitteln einsehen. Diese können je nach Lokalisation die Wangen- oder die Zungenschleimhaut reizen. Im Extremfall kann es im Unterkiefer zu  Brückenbildungen über der Zunge kommen.
Zahnprobleme sind selten Notfälle. Sie bilden sich über eine längere Zeit an. Die meisten Zahnprobleme entstehen durch falsche Fütterung. Nur wenige sind angeboren. Eine besonders schwerwiegende Erkrankung ist die Abszessbildung der Zahnalveolen (Zahnfächer). Es kann zu Knocheneinschmelzungen, Knochenauftreibungen und anderen Komplikationen kommen.

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KANINCHEN: Kaninchenschnupfen

Der sogenannte „ansteckende Schnupfen“ ist bei den Kaninchen weit verbreitet. Die Symptome sind zuerst nur ein kurzes trockenes Niesen, ohne Störung des Allgemeinbefindens. Im weiteren Verlauf kommt ein weisslich eitriger Nasenausfluss dazu und die Haare an der Nasenöffnung und den Vorderläufen sind verklebt. Es können auch die Bindehäute und das Mittel-/ und Innenohr betroffen sein. In einem weiteren Stadium kann es zu einer schwierig zu behandelnden Lungenentzündung (Pneumonie) kommen.
Der Kanichenschnupfen wird vor allem durch Bakterien (Pasteurella multocida, evtl. auch Bordetella bronchiseptica und anderen) ausgelöst. Es handelt sich selten um einen Notfall, wichtig ist aber zu erwähnen, dass das frühe Erkennen und Behandeln im Verlauf der Krankheit sehr wichtig ist. Viele dieser Patienten entwickeln nämlich relativ starke Symptome, an denen sie trotz der Therapie sterben können.
Zusätzlich ungünstige Faktoren sind: überhitzte Stallanlagen mit hoher Luftfeuchtigkeit, Zugluft, Staubbelastung und Stress.

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KANINCHEN: Myiasis (Fliegenmadenbefall)

Dabei handelt es sich um die Eiablagen von Gold- und Schmeissfliegen in Wunden oder in den Bereich der Analregion. Bei zu langen Haaren, schlechter Umgebungshygiene oder Durchfall kommt es eher zu einem Madenbefall. Zudem sind geschwächte Tiere gefährdeter. Deshalb ist vor allem in den Sommermonaten eine regelmässige Kontrolle von Kaninchen, die draussen (selten auch drinnen) gehalten werden, nötig.
Vorbeugend sollte man langhaarigen Tieren das Fell vor allem am Po stutzen, die Käfige sauber halten, verschmutze Tiere säubern und täglich die Tiere auf Madeneier kontrollieren (die Eier sind meist als kleine weiße Punkte im Fell zu erkennen, die Maden als kleine weisse Würmer).
Eine Myiasis ist ein Notfall, da sich die Maden innerhalb kürzester Zeit tief in der Haut fressen können und zu massiven Schmerzen, Infektionen und einem Kreislaufversagen führen können.

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RATTE: Allgemeines/Haltung

Ratten sind sehr gesellige Tier, daher sollten sie am besten mindestens zu zweit gehalten werden. Der Käfiggrundriss für ein Rattenpaar muss mindesten 50x80 cm gross sein und die Höhe mindestens 80 cm. Für jedes weitere Tier muss die Hälfte des Grundrisses dazugezählt werden. Ratten sind Klettertiere und brauchen für eine artgerechte Haltung mehrere Etagen im Käfig und viele verschiedene Klettermöglichkeiten (Seile, Röhren, Äste, Leitern usw.), aber auch Sand oder Erde zum Graben sind zu empfehlen. Mindesten ein Häuschen als Rückzugsort sollte zu Verfügung stehen. Da Ratten sehr reinliche Tiere sind, sollte der Käfig häufig gereinigt werden.  Zur Abwechslung und Beschäftigung empfiehlt sich ein täglicher Auslauf von mindestens 1Stunde unter Aufsicht.
Ratten sind Allesfresser, fressen aber überwiegend Pflanzen. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört Obst, Gemüse, vorgefertigtes Futter (mit Mass) und 1-2x in der Woche ungewürztes, gekochtes Fleisch, Fisch, Geflügel oder Ei, Magerquark oder milder Käse.
Das Nagebedürfnis sollte vorwiegend mit unbehandelten Ästen und zwischendurch ev. mit hartem Brot oder mit Nüssen (mit Mass) befriedigt werden. Es muss immer Trinkwasser zu Verfügung stehen.

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RATTE: Neoplasien (Tumore)

Kommen bei Ratten sehr häufig vor und treten in der Regel etwa im Alter von 2 Jahren auf. Tumore können bei später Erkennung einen Durchmesser von 8-10 cm erreichen. Einzige Therapie ist eine operative Entfernung.

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RATTE: Erkrankung des Respirationstrakts

Der häufigste Vorstellungsgrund der Ratte beim Tierarzt.

Rhinitis (Schnupfen), Bronchitis, Pneumonie (Lungenentzündung):
Ursache sind eine Vielzahl von Erregern (Bakterien, Viren, Pilze) und auch die Symptome sind vielfältig wie Niesen, Husten, Atembeschwerden aber auch Apathie und Appetitlosigkeit. Häufig sind Augen (Entzündung) und Ohren (Innenohrentzündung) mitbeteiligt.
 
Harder’sche Drüse (Nickhaut-Drüse):
Eine Drüse im Augenwinkel mit einem rötlichen Sekret, das bei der Körperpflege auf dem Fell verteilt wird. Das rote Sekret ist normalerweise nicht sichtbar. Kranke Tiere jedoch zeigen häufig einen erhöhten Putztrieb, dabei kann es zu Ansammlungen des Sekrets  im Augenwinkel und zum Abfluss durch die Tränenkanäle in die Nase kommen, was dann wie blutender Augen- oder Nasenausfluss aussehen kann.

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RATTE: Erkrankungen der Verdauungsorgane

Durchfall /Darmentzündung:
Können infektiöse Ursachen haben (Bakterien, Viren, Parasiten), aber auch bei plötzlichem Futterwechsel, verdorbenem Futter sowie einer längerandauernden Anibiotikagabe auftreten.
 
Symptome sind weicher bis flüssiger Kot. Bei schwerem Verlauf können auch Störungen des Allgemeinbefindens, Appetitlosigkeit, Apathie, Schmerzen, Abmagerung und Austrocknung auftreten.Wegen einer Schleimhautfalte im Magen ist es der Ratte nicht möglich zu erbrechen.

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CHINCHILLA: Allgemeines/Haltung

Allgemeines
Chinchillas sind bei uns weit weniger verbreitet als andere Nager. Dies hängt zum Teil damit zusammen, dass sie nachtaktiv sind, z.B. für Kinder also völlig uninteressant. Auch in der Tierarztpraxis trifft man sie entsprechend selten an. Chinchillas sind typischerweise gesunde Tiere, die sehr lange keine Krankheitssymptom zeigen. Wenn ihre Besitzer Veränderungen feststellen, befinden sich die Tiere meist schon in einem sehr fortgeschrittenen Krankheitsstadium, und eine Therapie kommt häufig zu spät.
Auch bei den Chinchillas gilt, dass die meisten Krankheiten in Folge Fehlhaltung entstehen, weshalb kurz etwas zur Haltung gesagt sei. Die Ausführungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bevor man ein Chinchilla kauft, ist eine sorgfältige Studie der Fachliteratur nötig.

Haltung

Chinchillas sind in den südamerikanischen Anden beheimatet. Ihr Lebensraum befindet sich in Höhen von über 4000 m über Meer. Chinchillas sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich meistens in Felsspalten auf und schlafen. Dies gibt ihnen auch Schutz vor der Hitze. Da sie keine Krallen haben, können sie sich nicht eingraben. Chinchillas sollten auch bei uns nie grosser Hitze ausgesetzt werden. Temperaturen über 25-30° können gefährlich werden, da sie auch keine Schweissdrüsen besitzen. Hitzschlag ist ein möglicher Notfall bei Chinchillas.

Wichtig ist auch, dass ihr Gehege ihnen Springen, Hüpfen und Klettern erlaubt, denn Chinchillas sind sehr

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CHINCHILLA: Zahnprobleme

Die Zähne der Chinchillas wachsen zeitlebens, durch gegenseitiges Abschleifen behalten sie ihre physiologische Länge. Die Voraussetzung für die Abnützung der Zähne ist wie auch bei allen anderen Nagern und Hasenartigen eine adäquate Fütterung. Körner- und Pelletfutter sättigen das Tier schneller, folglich muss es nicht so lange kauen, und die Zähne können sich nicht ausreichend abnützen. In der Folge bilden sich an den Backenzähnen Zahnspitzen. Diese können je nach Lokalisation die Wangen- oder die Zungenschleimhaut reizen. Es können massive Entzündungen der Maulschleimhaut entstehen, die sehr schmerzhaft sind.
Die Zähne verlieren ihre gelbbraune Farbe und werden porzellanfarben.
Besonders langsames Fressen, übertriebenes Kauen, Abmagerung, Tränenfluss und  speichelverschmierte Unterkiefer- und Kehlbereiche sind Hinweise auf Zahnprobleme.

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CHINCHILLA: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Chinchillas besitzen einen sehr empfindlichen Magen-Darmtrakt, der auf falsches Futter und auf schnelle Futterwechsel mit Blähungen, Durchfall, aber auch Verstopfung (Obstipation) reagieren kann. Magen- und Darmentzündungen stellen beim Chinchilla die häufigste Krankheits- und leider auch Todesursache dar. Zusätzlich zu den diätetischen (durch das Futter bedingte) gibt es auch infektiöse Ursachen (siehe „Giardiose“), die zu Magen-Darmproblemen führen können.
 
Rektumprolaps (Vorfall des Enddarmes)
Die Ursache ist meist eine hochgradige Verstopfung (siehe dort), eine massive Darmentzündung (Enteritis) oder eine Geburt. Der Enddarm wird so weit herausgedrückt, dass er aus dem After herauskommt. In einem weiteren Stadium kommt es zu einer Blutstauung und einem Absterben der Schleimhaut. Ab diesem Zeitpunkt ist die Prognose äusserst schlecht und jegliche Therapie kommt zu spät. 

Giardiose
Giardien sind Einzeller (Protozoen), wie z.B. auch Amöben (Durchfallerreger beim Menschen). Sie sind im Darm der Chinchillas häufig nachzuweisen, führen aber vor allem bei geschwächten Tieren zu einer Darmentzündung. Diese kann so massiv sein, dass die Tiere völlig austrocknen und auch sterben können. Giardien können im Kot nachgewiesen werden. Am besten ist nicht nur eine einmalige Kotprobe zur Diagnosestellung, sondern eine Sammelprobe, da die Erreger nicht bei jedem Kotabsatz ausgeschieden werden. Die häufigsten Symptome sind Durchfall, Blähung, Abmagerung, gekrümmter Rücken und schlitzförmig verengte Augen.
 
Verstopfung
Im Unterschied zu anderen Nagern neigen Chinchillas zu Verstopfungen (Koprostase). Die Ursache ist meist eine fehlerhafte Futterzusammenstellung, Futterwechsel oder Zahnerkrankungen. Je nach Dauer ist die Prognose ungünstig. Es können auch Komplikationen wie ein Rektumsprolaps (siehe oben) auftreten.

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CHINCHILLA: Krämpfigkeit/ Krämpfe

Hypocalzämie, Hypovitaminose B sind häufige Ursachen für Krämpfe. Ein Calziummangel kann man auch anhand der Farbe der Zähne erkennen. Normalerweise sind diese orange. Bei einem Ca-Mangel können sie sich weiss verfärben.
Es werden auch andere Ursachen wie Epilepsie, Virusinfektionen, Medikamentennebenwirkungen etc. diskutiert.

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MEERSCHWEINCHEN: Erkrankungen der Verdauungsorgane (Magen-Darmtrakt, Zähne)

Sind häufige Erkrankungen Zahnfehlstellungen (Malokklusion):
Zahnspitzen oder Brückenbildungen sind sehr häufig, da die Zähne lebenslang wachsen und häufig inkorrekt abgenützt werden. Als Folge entstehen scharfkantige Zähne, die Verletzungen der Zunge und Mundschleimhaut verursachen können und als Folge Abszesse.    
 
Ursachen für Zahnfehlstellungen sind genetisch, durch Fehlernährung bedingt (Raufuttermangel, unausgewogenes Kalzium- /Phosphorverhältnis) oder eine Folge von Krankheiten mit Anorexie (keine oder stark verminderte Nahrungsaufnahme).    
 
Symptome und Folgen sind Abmagerung, Tympanie (Blähungen), Speichelfluss und Abszesse.
 
Magen- Darm -Tympanie (Blähungen)/Gastroenteritis (Magen- Darm-Entzündung):  
  
Entstehen durch Fütterungsfehler (gärfähige, unhygienische, zu kalte Futtermittel, plötzliche Futterumstellung), durch Zahnerkrankungen (siehe oben), durch Infektionen (Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten) aber auch durch Gabe verschiedener Medikamente (z.B. Antibiotika) oder durch andere Erkrankungen, die mit Appetitlosigkeit/Anorexie einhergehen.    
Symptome sind ein aufgetriebener, schmerzhafter Bauch (Abdomen), ein aufgekrümmter Rücken und eine Verweigerung der Nahrungsaufnahme.
 
Notfall:
Bei längerem Bestehen der Blähungen kann durch Druck auf die inneren Organe ein Schock (Kreislaufversagen) ausgelöst werden, was zum Tode führen kann.

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MEERSCHWEINCHEN: Respirationstrakt (Atemapparat)

Rhinitis (Schnupfen), Bronchitis, Pneumonie (Lungenentzündung):
Können infektiös bedingt sein durch Viren, Bakterien oder Parasiten (Würmer) aber auch allergisch (verschiedene Allergene).
Symptome sind Niesen, Husten, Würgen, Nasen- und Augenausfluss und Dyspnoe (Atemnot/Atemschwierigkeiten). Vorsicht geboten ist bei Zwangsfütterung, da durch Verschlucken/„Einatmen“ des Futters in die Lunge eine Lungenentzündung (Aspirationspneumonie) entstehen kann.

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MEERSCHWEINCHEN: Harnorgane

Entzündung von Blase und Niere:
Meist aufsteigend, d.h. mit Bakterien von aussen/vom Darm, z.B. bei unhygienischer Haltung.
 
Blasensteine:
Kommen häufig vor und sind meist kalziumhaltig. Ursachen sind mangelhafte Flüssigkeitsaufnahme, zu kalziumreiche Nahrung aber auch chronische Harnwegsinfekte.
Symptome sind Mühe beim Harnabsetzen, Schmerzen oder gänzliches Fehlen des Harnabsatzes.
Zur Prophylaxe unbedingt genügend Wasser bereitstellen, eher kalziumarmes Futter füttern und ev. Vitamin C dem Trinkwasser beimengen (zur Senkung des PHs im Harn).

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MEERSCHWEINCHEN: Augen und Ohren

Augenentzündungen:
Ursachen sind Bakterien, Viren, Fremdkörper (z.B. Strohhalme) oder auch Allergien.    
 
Ohrenentzündungen:
Aussenohr (Otitis externa):
Kann durch Verletzungen, Fremdkörper oder Parasiten entstehen. Symptome sind Krustenbildung, Wassereinlagerung, Kopfschütteln und Kratzen. Innenohr (Otitis interna):
Bakterien, Viren und eventuell Parasiten können dafür verantwortlich sein. Symptome sind Kopfschiefhaltung, Gleichgewichtsstörungen und auch Allgemeinstörungen.

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MEERSCHWEINCHEN: Muskel-/Skelettsystem

Vitamin C-Mangel (Skorbut):
Meerschweinchen können, wie der Mensch, kein Vitamin C (Ascorbinsäure) körpereigen synthetisieren und sind daher auf genügende Versorgung von aussen angewiesen. Bei Mangel entstehen vermehrt Blutungen in der Muskulatur, dadurch Bewegungsstörungen, spontane Brüche, wie auch Entzündungen und Blutungen von Zahnfleisch und wackelnde Zähne.
 
Meerschweinchenlähme:
Es wird vermutet, dass die Ursache viralen Ursprungs ist, welches Virus genau, ist aber nicht geklärt. Die Tiere zeigen häufig zunächst ein Hoppeln auf den Hinterbeinen, das jedoch progressiv verläuft und zu einer generalisierten Lähmung führen kann.
 
Frakturen (Brüche):
Verursacht durch Stürze, Tritte oder Quetschungen.

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MEERSCHWEINCHEN: Haut

Cheilitis (Lippengrind):
Krustös veränderte entzündete Lippen bei eher gut genährten Tieren. Die Ursache dieser Krankheit ist nicht genau geklärt, man vermutet einen zugrunde liegenden Vitamin C-Mangel und Mikroverletzungen an den Lippen durch ungünstiges Futter. Auch Viren oder eine schlechte Immunabwehr könnten eine Rolle spielen. 
 
Talgdrüsentumore (Atherome):
Umfangsvermehrung der Haut, können weich oder hart sein, teilweise sind sie schwarz pigmentiert. Sie entstehen durch Anschoppung von Drüsensekret im Rücken- und Bauchbereich und können operativ entfernt werden.

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MEERSCHWEINCHEN: Krallen

Zu lange oder eingewachsene Krallen entstehen durch mangelnde Abnutzung aufgrund von Bewegungs- und Beschäftigungsmangel. Deshalb ist es wichtig, dass die Tiere nicht alleine gehalten werden und auch ein genügend abwechslungsreiches Gehege haben.

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MEERSCHWEINCHEN: Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Erkrankte Tiere trinken vermehrt und setzen auch vermehrt Urin ab. Sie sind eher dick und können einen Katarakt (grauer Star, Augentrübung) entwickeln. Die Ursache dafür ist genetisch oder viral. Einzige Behandlung ist Insulin.

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MEERSCHWEINCHEN: Allgemeines/Haltung

Meerschweinchen kommen aus Südamerika und sind ausgesprochene Rudeltiere, d. h. sie sollten nicht einzeln gehalten werden. Hierzulande ist die Haltung von mindestens 2 Tieren Vorschrift. Idealerweise aber hält man ein Männchen mit mehreren Weibchen, da dies ihrer natürlichen Lebensform entspricht. Auch mehrere Weibchen oder mehrere kastrierte Männchen kann man zusammen halten. Sie sind tag- und nachtakiv mit Hauptaktivität in den Morgen- und Abendstunden.
Meerschweinchen sind sehr hitzeempfindlich, Temperaturen über 25°C ertragen sie schlecht (Vorsicht bei Transport im Sommer im Auto), ideale Haltungstemperaturen sind 15-21°C. Hitzeschlag kann ein Notfall sein.
Der Grundriss des Käfigs sollte mindestens 100 x 50cm gross sein für 2 Tiere, idealerweise natürlich grösser, ev. mit einer 2. Ebene und vielen Unterschlüpfen (das Meerschweinchen ist ein Fluchttier, das sich gerne versteckt). Sie können auch bei uns drinnen wie draussen gehalten werden. Bei Aussenhaltung ist die Sicherung des Geheges gegen Räuber (Vögel, Füchse, Katzen...) wichtig. Aussenhaltung ist auch ganzjährig möglich (nur zu empfehlen nach gezielter Information über die Bedingungen).
Meerschweinchen brauchen eine gleichmässige aber auch abwechslungsreiche Fütterung. Futtermischungen (Körner) sind häufig zu kohlehydrat- und fettreich, sodass diese häufig zu Verfettung führen, daher nur mit Mass füttern. Wichtig ist, dass Heu und Wasser zur freien Verfügung vorhanden sind, um eine genügende Rohfaser- und Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten. Wobei die Trinkflasche nicht empfohlen wird, da das Meerschweinchen dadurch eine unphysiologische (abnormale) Haltung beim Trinken einnehmen muss.
Zur Versorgung mit Vitamin C  sollte jeden Tag frisches Futter wie Obst, Gemüse und Salat gefüttert werden. Vorsicht bei stark saftendem und /oder verdorbenem Futter (siehe Verdauungsorgane).

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