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Was macht eigentlich ... die Arche Noah Schweiz?

«Grenzenlose Tierhilfe», so lautet das Motto der Arche Noah Schweiz, denn Tierschutz sollte keine Grenzen kennen. Drei aktuelle Beispiele.

Tonnenhund

Tierschutz beginnt schon vor der eigenen Haustüre
Auch in der Schweiz gibt es verwilderte Katzen, leider immer noch mehr, als uns lieb ist. Oft werden diese Tiere aus Mitleid und Unwissenheit gefüttert. Wirklicher Tierschutz ist dies jedoch nicht. Da es den Tieren meist nicht an Nahrung mangelt, bringen sie bis zu zweimal jährlich Junge zur Welt. Auch diese Jungtiere verwildern, werden oftmals krank und die Population wächst stetig an.

Planung und Koordination
Bevor wir die Katzenfallen «scharf» stellen, lassen wir sie einige Zeit mit Futter stehen, damit sich die Tiere in vermeintlicher Sicherheit wiegen. Erst wenn die Tiere ihren Hunger gestillt haben und ihnen die Fallen nicht mehr fremd sind, beginnen wir mit der Einfangaktion. Das Einfangen muss auf Anhieb klappen. Misslingt ein Versuch, geht sehr lange nichts mehr. Die Katzen sind clever und tappen so schnell nicht wieder in eine Falle.

Eine Kastrationsaktion muss mit allen Beteiligten abgesprochen und koordiniert werden. Dazu gehört auch das vorgängige Einholen einer Einwilligung beim mutmasslichen Katzenhalter, sofern sich dieser ermitteln lässt. Bei
Katzenkastrationsaktionen verrechnen Tierärzte einen ermässigten Tierschutzpreis. Manchmal beteiligt sich auch der Halter an den Kosten. Ansonsten werden die Kosten für den Untersuch, die Kastration, den Leukose-Test und eine Antiparasitenbehandlung durch Spenden finanziert.

Jeder kann aktiv werden
Gibt es in Ihrer Nähe eine grössere Gruppe von Katzen, so fragen Sie einfach mal in der Nachbarschaft, wem diese gehören. Sollte sich herausstellen, dass es sich um verwilderte oder unbetreute Tiere handelt, besteht wirklich Bedarf, die Population einzufangen und zu kastrieren.
 
Tierschutz in Griechenland
Tierschutz in Griechenland ist oft eine Gratwanderung zwischen helfen wollen und akzeptieren müssen!

Die Mittelmeerinsel Kreta ist eine der Geburtsstätten der westlichen Kultur. Bei Touristen ist sie der Gastfreundschaft ihrer Bewohner und der landschaftlichen Schönheit wegen sehr beliebt. Im krassen Gegensatz dazu erleiden unzählige Tiere auf Kreta ein schlimmes Schicksal. Alljährlich werden vor der touristischen Hochsaison noch immer grossangelegte Vergiftungsaktionen durchgeführt, um die Insel für die Touristen oberflächlich zu «säubern».

Die Arche Noah Schweiz reist alljährlich mit Sachspenden nach Kreta, um auch Hilfe vor Ort zu leisten. Ausgewählte Projekte werden besucht und es wird mitangepackt, dort wo Hilfe gerade am nötigsten ist. Zum Arche-Noah-Schweiz-Netzwerk in Griechenland zählen mittlerweile vier Hunde-, zwei Katzen- und ein Eselprojekt.

Das Hundehütten-Projekt
Die Unterstützung ist vielfältig. So wird zum Beispiel das Leid der Tonnen- und Kettenhunde durch ein gut durchdachtes Hüttenprojekt gelindert. Bevor einem solchen Tier geholfen werden kann, muss die Einwilligung des Besitzers vorliegen. Diese Gespräche geht das erfahrene Team mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl an. Stimmt der Besitzer des Tieres zu, hat der Hund nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch einen sehr guten Schutz vor Sonne, Wind und Regen. Ausserdem wird er mit Futter und Wasser versorgt, bekommt Medikamente gegen Zecken, Flöhe und Würmer.

Oft stimmen die Besitzer nach einer Weile dann auch einer Kastration zu. Dies ist dann für dortige Verhältnisse schon ein sehr grosser Erfolg. Es dauert alles seine Zeit, die Uhren auf Kreta ticken anders. Aber manch einer der Besitzer macht sich dann doch ein paar Gedanken dazu, ob es wirklich richtig ist, einen Hund ein Leben lang neben einer Blechtonne anzuketten.

blinde Katze

Die Katzenprojekte
Es wurden Dutzende von geschützten Futterstellen auf der ganzen Insel für Katzen eingerichtet. Sie werden regelmässig aufgefüllt, im Winter wie im Sommer und bei jedem Wetter. Die Tiere an den Futterstellen werden gegen Parasiten behandelt, man achtet auf kranke oder verletzte Tiere und kas­triert Neuzugänge.

Zudem setzen wir uns für mehr Verständnis und Toleranz gegenüber Katzen in der Bevölkerung ein. Man bietet örtlichen Hotels Unterstützung an und ermutigt sie zur Zusammenarbeit, indem sie Futterstellen auf dem Hotelgelände errichten, bei Kastrationsaktionen kooperieren und Informationsmitteilungen für Feriengäste aushängen.

Das Eselprojekt
Oft trifft man auf Kreta auch auf unwürdige Eselhaltung, wie das Anbinden an kurzen Seilen und mit zusammengebundenen Beinen an einem Baum. Noch immer werden Esel über Klippen in den Tod gestossen, wenn sie als Arbeitstiere nicht mehr taugen oder man lässt sie angebunden verdursten. Viele dieser geschundenen und schon zum Tode verurteilten Esel haben im Südosten Kretas in Anatoli ein Zuhause gefunden und dürfen ihren Lebensabend in Ruhe und Sicherheit geniessen.

Mit der Zeit konnte Land gekauft werden, die Ausläufe wurden grösser und Freilaufställe bieten eine artgerechte Unterbringung. Mit Eselpatenschaften wird dieses grossartige Projekt unterstützt und findet auch bei Touristen grossen Anklang.

Eselprojekt

Schweizer helfen Ukrainern – Kastrationsprogramm und Notfallhilfe
Das Hilfsprojekt in Kharkov in der Ukraine basiert auf Hilfe zur Selbsthilfe. Unser Kastrationsprogramm «stop breeding strays» (Stopp der Vermehrung von Strassentieren) wurde im Jahr 2009 in Zusammenarbeit mit der Tierklinik Satsky und ansässigen Tierschützern in Kharkov in der Ukraine entwickelt und 2010 mit einem kleinen Budget von 400 Euro ins Leben gerufen. Damit konnte erstmals die Behandlung von insgesamt 98 Strassentieren finanziell abgedeckt werden.
Unser Programm «General AID» (Generelle Hilfe) unterstützt zudem bei individuellen Notfällen, welche auf unserer sowie auf der ukrainischen Homepage vorgestellt werden. Es gibt immer wieder Tiere in Not, welche eine aufwändige Operation benötigen oder teure Medikamente. Das Pilotprojekt entwickelte sich im Laufe des Jahres 2010 so gut, dass noch zwei weitere Tierkliniken für eine Zusammenarbeit gewonnen werden konnten und seither wird effizient und zügig vorwärtsgearbeitet.

Die finanzielle Lage in der Ukraine macht es einem Grossteil der Bevölkerung nahezu unmöglich, für Kastrationen von Haustieren aufzukommen. So entwickelten wir zusätzlich zum Kas­trationsprogramm für Strassentiere ein Rabattsystem, bei welchem der Halter nur für die Arbeitszeit des Tierarztes bezahlt. Mit einem Rabattformular, welches bei der ansässigen Crew bezogen werden kann, übernimmt die Arche Noah Schweiz alles an OP-Material, von der Narkose bis hin zum Faden für die Naht. Die Nachfrage ist stetig steigend und etabliert sich allmählich als fester Bestandteil in unseren ukrainischen Tierarztpraxen.

 

Arche Noah Schweiz

Homepage: www.arche-noah.ch
Ukrainische Homepage: http://sites.google.com/site/thankyouswitzerland
E-Mail: mail[at]arche-noah.ch
Spendenkonto:
Postkonto: 85-790048-1, IBAN: CH52 0900 0000 8579 0048 1,
BIC: POFICHBEXXX
www.arche-noah.ch > Wie Sie helfen können

Quelle: Welt der Tiere

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