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1. Augustfeuer – Todesfalle für kleine Wildtiere

Schön und stattlich sind sie anzusehen: die grossen, hellen Feuer, an denen sich die Menschen am Nationalfeiertag gerne erfreuen. Doch für unzählige Kleinlebewesen wie Igel, Blindschleichen, Salamander, Schlangen, Spitzmäuse und Kröten können die Feuer zur tödlichen Falle werden.

Grosse, helle Feuer, an denen sich zahlreiche Menschen freuen, haben auch eine dunkle Seite: Jährlich verbrennen unzählige Kleinlebewesen wie Igel, Blindschleichen, Salamander, Schlangen, Spitzmäuse und Kröten in den aufgeschichteten Holzhaufen. Der trockene Haufen bildet für manches Wildtier einen vermeintlich sicheren Unterschlupf und idealen Eiablageplatz.

So beispielsweise für Ringelnattern, die in dieser Zeit geeignete Orte für ihr Gelege suchen. Die Eiablage in den aufgeschichteten Haufen bedeutet für die Elterntiere und deren Nachwuchs den sicheren Tod. Oder auch für Igel, die gerne Holzhaufen als Verstecke wählen.

Am Abend des National-Feiertages blockiert die plötzliche Ansammlung von Menschen rund um das Feuer jeden Fluchtweg der Tiere. Der Holzhaufen wird für sie zum flammenden Inferno, dem sie nicht entrinnen können. Mit etwas Umsicht und richtiger Vorbereitung kann der qualvolle Verbrennungstod vermieden werden. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, die Tiere vor dem unnötigen und grausamen Tod zu schützen:

> Das gesammelte Holz erst am Tage des Abbrennens, also am 1. August auf- oder zumindest umschichten. Denn sobald eine Nacht dazwischen liegt, können sich nachtaktive Tiere darin verkriechen. Sie lassen sich anschliessend weder durch Lärm noch durch Stochern verscheuchen. Diese Methode eignet sich hingegen nur für kleinere bis mittelgrosse Feuer. Grosse Holzhaufen werden oft über mehrere Wochen im Voraus aufgeschichtet und können nicht einfach umgeschichtet werden.

> Um den Holzhaufen herum wird ein Schutzzaun errichtet. Dieser soll verhindern, dass sich Tiere im Haufen verstecken. Ein solcher Schutzzaun ist schnell aufgestellt und wird erst kurz vor dem Abbrennen (1 – 2 Stunden vorher) entfernt. Diese Methode eignet sich auch bestens für sehr grosse Feuer.

Schutzzaun um Holzhaufen

Folgende Punkte sind zu beachten:

> Der Schutzzaun muss 30 – 40 cm hoch sein.

> Plastikzaun im Selbstbau: Einschlagen von Holzpfosten (Dachlatten), 30 – 40 cm hoch in regelmässigen Abständen um den Holzhaufen. Die Pfosten leicht nach aussen neigen, damit der Zaun schra?g steht (für die Tiere schwieriger zu überwinden). Eine ca. 50 cm breite Plastikbahn wird mit einer flachen Leiste auf den Pfosten befestigt (Bostich, Agraffen oder Na?gel). Plastik nicht direkt auf die Pfosten nageln, da er sonst leicht einreisst. Der Plastik ca. 5 – 10 cm tief im Boden eingraben, damit die Tiere nicht unten durch schlüpfen können. Dies geht am einfachsten mit einer Stechschaufel: Einstechen, kurz hin und her bewegen und Zaunmaterial in die Spalte drücken. Abgebaut ist der Zaun schnell und kann aufgerollt für das nächste Jahr gelagert werden.

Amphibienschutzzaun

> Diese Zäune werden jeweils im Frühling entlang von Strassen aufgestellt. Sie eignen sich bestens auch für diesen Zweck! Sie sind schnell aufgestellt und robust. Eventuell lagert in Ihrer oder in der Nachbar-Gemeinde ein solcher Zaun oder er ist bei einer lokalen Tier- oder Naturschutzorganisation erhältlich.
Amphibien-Schutzsysteme können in der Schweiz bspw. unter folgender Adresse bezogen werden:

> Nill Metallbau AG, Winterthur: www.nill-ag.ch > der Katalog > Amphibienschutz 

> ACO Passavant, Netstal: www.architekturtechnik.ch > Produkte > Bauelemente/Aussenraum > Zäune/Gitter/Schallschutz > „ACO Pro“- Amphibien-Leitsystem

Schutzzaun kurz vor dem Abbrennen (1 – 2 Stunden) entfernen! Sonst schmilzt das Plastikmaterial.



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