Hitze tötet!

Jedes Jahr werden Hunde bei prallem Sonnenschein im Auto zurückgelassen. So helfen Sie dem Vierbeiner aus seiner misslichen Situation.

Schon im Frühsommer kann in einem in der Sonne stehenden Auto innert weniger Minuten die Temperatur bis auf 70 °C steigen. Auch ein Fensterspalt ändert daran nichts. Der geringe Luftraum im Auto macht dem Tier die Wärmeabgabe durch Hecheln unmöglich. Bei fortschreitender Hitzebelastung erleidet ein Hund den Hitzetod durch einen Kreislaufzusammenbruch. Beim Zurücklassen eines Hundes im überhitzten Auto handelt es sich um eine Tierquälerei im rechtlichen Sinne, also einen schweren Verstoss gegen das Tierschutzgesetz. Der fehlbare Tierhalter muss darum mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen. Dies gilt selbst dann, wenn das Wohlergehen des Hundes noch nicht stark beeinträchtigt ist.

Verstärktes Hecheln, Herumspringen im Fahrzeug, lautes Jaulen oder Winseln, aber auch Mattigkeit, Apathie und Bewusstlosigkeit sind Alarmzeichen, die zum Handeln auffordern. Sind Sie in einem Einkaufszentrum, lassen Sie sofort die Autonummer ausrufen, um den Besitzer des Hundes und des Autos möglichst schnell zu finden. Ist der Besitzer unauffindbar: Benachrichtigen Sie die Polizei und einen Tierarzt. Schlagen Sie die Autoscheibe ein, wenn die Polizei nicht rechtzeitig eintrifft und sich der Hund nicht anders aus seiner Notlage befreien lässt. Sie haben in diesem Fall rechtlich nichts zu befürchten.

Hitzeentwicklung im geschlossenen Auto

Wichtig

Erstellen Sie zu Ihrer eigenen Absicherung ein Protokoll über den Ablauf der Aktion, denn nicht jeder Tierhalter ist für so eine Rettung dankbar und könnte eine Schadenersatzforderung für die beschädigte Autoscheibe stellen.