alles über die haltung von hauskatzen

Alles über Katzen

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur Anschaffung und Haltung von Katzen.

FAQ Katzen

Ich möchte eine Katze, was soll ich tun?

Bevor man sich für die Haltung einer Katze entscheidet, sollte man kritisch überprüfen, ob man dem Tier ein gutes Zuhause geben kann. Neben den anfallenden Kosten gehört dazu auch eine Portion Toleranz. Wer es  nicht verkraften kann, wenn die Katze mal eine Tapete ankratzt, auf den Teppich macht oder eine Vase umwirft, der wird wahrscheinlich nicht viel Spass an ihr haben. Auf keinen Fall sollte man sich spontan entscheiden oder das Tier gar verschenken, ohne die Lebensumstände vorher genau geprüft zu haben. Hierzu gehört auch die Berücksichtigung der Tatsache, dass Katzen bis zu 20 Jahre alt werden können.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Kastration?

Ein Richtwert ist das Alter von sechs Monaten. Jugendliche Freigänger und junge Katzenpärchen sollten jedoch früher kastriert werden. Die erste Rolligkeit einer Kätzin kann bereits im Alter von vier bis fünf Monaten stattfinden und muss keineswegs abgewartet werden. Im Gegenteil ist es sogar günstiger, wenn die Kastration vorher stattfindet.

Sorgen, eine zu früh vorgenommene Kastration könnte der Entwicklung einer Katze schaden, sind unbegründet. Das weit verbreitete Vorurteil, ein Kater könnte durch einen frühen Kastrationszeitpunkt später Probleme mit den Harnwegen bekommen, ist zweifelsfrei widerlegt: Bei der Harnwegsentwicklung spielt Testosteron keine Rolle. Auch Grösse und Körperbau sind genetisch bedingt und nicht von Geschlechtshormonen abhängig.

Trocken- oder Nassfutter, was ist besser?

Hochwertiges Dosenfutter kostet zwar mehr als ebensolches Trockenfutter, hat aber – wenn es angenommen wird – deutliche Vorteile aufzuweisen. Auch wenn prinzipiell beide Futterarten Harnwegserkrankungen vorbeugen sollen, wird die ausschliessliche Gabe von Trockenfutter nach wie vor als Risikofaktor für Harnsteine genannt.

Feuchtfutter ist besser verdaulich und erhöht die Flüssigkeitsaufnahme. Dadurch ist die «Urinierhäufigkeit» höher, was ein wichtiges Element bei der Vorsorge vor Harnsteinen ist, weil dabei die Möglichkeit zur Kristallbildung eingeschränkt wird. Bei der Gabe von Trockenfutter ist darauf zu achten, dass der Katze genügend Trinkwasser zur Verfügung steht, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken – am besten an verschiedenen Stellen und nicht nur in der Nähe des Futterplatzes.

Der Nutzen von Trockenfutter bezüglich der Verhinderung von Zahnstein wird stark überschätzt, schon weil das Gebiss der Katze das Kauen im eigentlichen Sinne nicht ermöglicht.

Was sollte auf keinen Fall gefüttert werden?

Generell ist für den menschlichen Geschmack zubereitete Nahrung nicht als Katzenfutter geeignet. Tabu sind schokoladenhaltige Lebensmittel: Schokolade enthält Theobromin, einen Stoff, den die Katze nur so langsam abbauen kann, dass er sich bis zu einer giftigen Dosis anreichern kann.

Des weiteren ist nicht jede Sorte Fleisch, vor allem roh, geeignet als Katzennahrung. Rohes Schweinefleisch kann z.B. für den Menschen harmlose Herpesviren enthalten, die bei Katzen die tödliche Aujeszky'sche Krankheit (Pseudowut) hervorrufen. Einige Schinken- und Salamisorten enthalten rohes Schweinefleisch und fallen daher ebenfalls unter dieses Verbot. Bei rohem Geflügel besteht die Gefahr von Salmonelleninfektionen, so dass Geflügelfleisch besser durchgegart gefüttert werden sollte. Ausserdem kann rohes Fleisch die Erreger der Toxoplasmose enthalten.

Wozu dient eigentlich ein Kratzbaum?

Katzen sind Raubtiere und entsprechend mit Waffen ausgerüstet. Neben ihren Zähnen sind das die Krallen. Die Krallen wachsen ständig nach, vom Aufbau her ähneln sie Zwiebeln mit vielen Schichten. Die oberste Schicht wird regelmässig abgestossen, so bleiben die Krallen scharf.

An den Hinterpfoten wird die Krallenpflege durch die Katze mit den Zähnen betrieben, die oberste Schicht wird abgeknabbert. Für die Vorderpfoten benötigt die Katze eine Fläche zum Kratzen – dadurch wird die inzwischen stumpfe Schicht «abgezogen». Wenn die Katze also am Sofa oder an den Tapeten kratzt, ist das keine Böswilligkeit, sondern absolut notwendige (!) Körperpflege.

Will man seine Einrichtung schonen, kommt man um die Anschaffung eines Kratzbaumes (oder auch Kratzbrettes) nicht herum. Im Handel gibt es zahlreiche verschiedene Modelle, in allen nur denkbaren Farben, Formen, Grössen und Preislagen. Wofür man sich entscheidet, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Jedoch sollte man unbedingt auf Stabilität und Sicherheit des Katzenmöbels achten! Eine Katze kann durch einen umfallenden, schweren Kratzbaum nicht nur dauerhaft von der Benutzung abgeschreckt, sondern sogar getötet werden! Aufgrund billiger Verarbeitung herausragende Nägel oder Klammern können das Tier böse verletzen. Also lieber ein bisschen mehr ausgeben und auf solide Verarbeitung achten. Und, ganz wichtig, auf absolut sichere Verankerung des Kratzbaumes an Wand und Zimmerdecke achten!